Dienstag, 18. März 2014

Änglar finns bara i snön...


dina brustna vingar
smälter samman
när vinterns andetag
blir vår

och av värmen
bildar du en droppe
som stillsamt
faller...

poeter.se




Danke, BuchJo :-)




Dir stehen alle Dinge offen
Und Dein Erklingen
Braucht kein Saitenspiel
Dein Glanz, der mich im Dunkeln überfiel
Enthüllte mich. Nackt stand ich und betroffen.
Und überwältigt von so vielem Hoffen
Griff ich nach meiner Träume irrem Ziel
Mit Dir zu ringen, bis ich niederfiel
Von meiner Menschheit bis ins Mark getroffen.
Da warst du wieder der, der zu mir kam
Zum Ausgestoßenen und Auserwählten
Der Trauer, dem von Gott Gequälten
Und mich in seine Liebe nahm.
In Deiner Liebe ward ich wieder Kind
Wie eine Blüte traumgewiegt im Wind.

Ernst Plenzoldt

* * *


Chor der Wolken

Wir sind voller Seufzer, voller Blicke
Wir sind voller Lachen
Und zuweilen tragen wir eure Gesichter.
Wir sind euch nicht fern.
Wer weiß, wieviel von eurem Blut aufstieg
Und uns färbte?
Wer weiß, wieviel Tränen ihr durch unser Weinen
Vergossen habt? Wieviel Sehnsucht uns formte?
Sterbespieler sind wir
Gewöhnen Euch sanft an den Tod.
Ihr Ungeübten, die in den Nächten nichts lernen.
Viele Engel sind euch gegeben
Aber ihr seht sie nicht.

Nelly Sachs

* * *


Ziemlich viel Glück
Gehört dazu,
Daß ein Körper auf der Luft
Zu schweben beginne
Mit Brust, Achsel und Knie,
Und auf dieser Luft
Einem anderen Körper begegne,
Wie er
Unterwegs.

Die Atmosphäre macht
Zwei innige Torsen aus ihnen.
Unbemerkt beschreibt ihr Entzücken
Zärtliche Linien in Baumkronen.
Eine ganze Zeit noch
Ist ihr Flüstern zu vernehmen,
Und wie sie einander
Das schenken,
Was leicht an ihnen ist.

Glücklichsein beginnt immer
Ein wenig über der Erde.

Aber niemand hat es beobachten können.

Karl Krolow



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

..und dann gibts da Engelgedichte die sind gar keine. Eher Mutmachgedichte.
Aber auch/graddrum sooo schön.

"
Wir haben das Schweben verlernt,
Weh uns, wir kleben am Weg.
Vom Leuchten der Sterne entfernt
Die Flügel gesenkt und träg,
So trotten die Füße ergeben.
Ach, Liebster, bevor es zu spät,
Versuchen wir's, uns zu erheben.
"
-Mascha Kaléko

g.l.g.
j.

Keri hat gesagt…

Ach jaaaa... Die Mascha...

"Jetzt müßte man in einer Kleinstadt sein.
Mit einem alten Marktplatz in der Mitte,
Wo selbst das Echo nächtlich leiser Schritte
Weithin streut jeder hohle Pflasterstein..."

:-) Bis nächste Woche! :-)

Keri