Freitag, 21. Februar 2014

Nationalpark-Hopping


Die Insel Rügen war unser Sommerparadies solange ich denken kann. Anfangs bin ich mit meinen Großeltern dorthin gefahren, später mit meinen Eltern. In der Zehnten haben wir unsere Klassenfahrt nach Stralsund und Rügen gemacht und dann als Lehrling bin ich zweimal die Ostseeküste entlang getrampt, wo wir natürlich auch die Insel Rügen besucht haben. Mit meinen Kindern war ich mehrmals dort, und später dann auch gern allein zum Wandern, als sie schon größer waren, am liebsten in der Vorsaison.

Während der Urlaube mit meinen Großeltern und Eltern waren wir auch jedes Mal in Saßnitz und bei den Kreidefelsen, das war ein Muss - und ich habe es geliebt! Hin und wieder haben wir dann auch die Schweden-Fähre ankommen oder ablegen sehen. "Trelleborg", das klang wie Honolulu oder ein Ort in Taka-Tuka-Land. Weit weg. Unerreichbar. (Was mich aber irgendwie nicht besonders bekümmert hat, denn meine Sehnsüchte damals gingen viel mehr sehr weit ostwärts, und da konnten wir ja hin...)



Sommer 1977: Die Schweden-Fähre im Hafen von Saßnitz
(Links vorne in der Ecke: mein Vater)


Nun bin ich also zum ersten Mal mit diesem Fährschiff gefahren - und lustigerweise nicht von Saßnitz in den Norden, sondern genau andersherum. STENA hat gerade Winterpreise und als treuer Kunde bekommt man sogar noch 50 % Rabatt, so dass die Überfahrt für einen Pkw und zwei Menschen nicht mehr als sechzehn Euro fuffzich kostet. Da MUSSTE man einfach zuschlagen, auch wenn die Sache einen kleinen Haken hat: Das Schifflein geht schon sehr früh am Morgen und man ist gezwungen, irgendwo in Südschonen zu übernachten.

Aber auch das ging gut und preiswert - und außerdem haben wir bei dieser Gelegenheit gleich noch einen von Schwedens Nationalparks besucht: Söderåsen - eine grandiose Schluchtenlandschaft, ja, der Grand Cayon von Schonen sozusagen, denn ansonsten ist es eigentlich nur platt dort im Süden von Schweden. Im Nationalpark gab es in den tiefen Tälern noch ein bisschen Winter, während oben auf den Bergen die Sonne schon wärmte. Eine herrliche Wanderung haben wir dort gemacht und ich war wirklich beeindruckt von dieser wilden Landschaft.






Nach der Überfahrt mit der Fähre habe ich dem Waldengel dann im Gegenzug "meinen" Nationalpark gezeigt, die Kreidefelsen also, die man doch unbedingt gesehen haben muss, wenn man nun schon auf der Insel Rügen anlandet. Inzwischen ist dort alles ein bisschen anders als früher, man kann nicht mehr bis zum Königsstuhl mit dem Auto fahren, aber das ist total okay, denn Nationalpark ist nun mal Nationalpark und wandern, das tun wir doch gern.Und so haben wir schließlich zuerst von oben nach unten geguckt und dann von unten nach oben, wir haben Donnerkeile und Hühnergötter gesucht - also all das, was ich immer schon gemacht habe, wenn ich bei den Kreidefelsen war. Ach, es ist jedes Mal wieder ein großartiges Erlebnis!





Känn ditt land!

Stena-Line har fortfarande vinterpriser trots att det inte varit någon vinter alls. Och så är det möjligt att skeppa en bil plus två personer över Östersjön för mindre än 150 kr. Sådant kan man förstås inte motstå, och så besökte vi nu två nationalparker på olika sidor av Östersjön under bara en helg: Söderåsen i Skåne och Nationalpark Jasmund på ön Rügen - båda två med häpnadsväckande vyer och spännande vandringsleder. Och nu läser jag dessutom att den största av alla de vita klipporna är uppkallad efter en svensk kung. Roligt! Det var jag ju inte medveten om tidigare.



 Keri am Königsstuhl im September 1979.


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