Montag, 8. Juli 2013

Allegra!


Es gibt doch diese Bücher 1000 Places to see before you die. Auf meiner ganz persönlichen Liste habe ich längst nicht so viele Plätze, aber eine Gegend, die steht dort schon ziemlich lange: das Oberengadin. Bereits im Jahr 2007 hatte ich mal Anlauf genommen. Damals wollte ich im Spätsommer mit dem Fahrrad den Inn runterradeln, von der Quelle oberhalb von St. Moritz bis zur Mündung in Passau. Aus dieser Radtour wurde dann allerdings nix, weil ich im Sommer 2007 irgendwie in Schweden hängengeblieben bin.

Aber von meiner Liste habe ich es dennoch nicht gelöscht, und da Herr Möwe so gern in der Schweiz mit der Eisenbahn fährt, war es auch überhaupt nicht schwer, ihn von dieser Idee zu begeistern. Eine ganze Woche sind wir nun dort gewesen, und ich muss schon sagen: Es ist wirklich eine Gegend, die man besucht haben sollte, bevor man sich die Radieschen von unten anguckt. Es gibt alles, was das Herz begehrt: Natur, Kultur, verrückte Eisenbahnstrecken, eine merkwürdige Sprache, Flüsse und Wasserfälle, unendlich viele Rad- und Wanderwege. Ja, und all diese schneebedeckten Berge natürlich, darunter sogar ein Viertausender.

Inzwischen bin ich immerhin die Hälfte meiner vielen, vielen Fotos durchgegangen und habe mal die Eindrücke der ersten vier Tage (inklusive Anreise) in einer kleinen Bildergeschichte zusammengefasst. Manche Fotos wirken vielleicht etwas übertrieben oder auch kitschig, aber ich habe versucht, alles so wiederzugeben, wie ich es erlebt habe. ;-)






Redan 2007 hade jag planerat att resa till Schweiz för att cykla längs med floden Inn, från dess källa ovanför St Moritz till mynningen i Passau. Framför allt den alpina dalen Oberengadin var jag särskilt nyfiken på. Men denna resa blev inte av, för på försommaren 2007 råkade jag träffa en lustig mås på Stora Amundön, som jag delade fiskbullar med...

Nu var det nära att en planerad resa till Oberengadin återigen skulle ställas in, för nu i våras gick det ju ganska illa för Herr Mås. Men han återhämtade sig överraskande snabbt och så bestämde vi oss för att resa i alla fall, och det hade inte minst med alla dessa smalspåriga järnvägar att göra. ;-) Här kommer ett urval bilder som jag tog under de första fyra dagarna, inklusive tågresan från Chur. Det är verkligen alldeles förträffligt att vistas i dessa underbara bergområden!



Kommentare:

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Im Oberengadin bist du gewesen?!?!?
Eine wunderschöne Gegend,
liebe Keri,
wenn man St. Morìtz (mit Betonung auf dem i ;)) links liegen lässt...

Herzliche Grüsse nordwärts
Hausfrau Hanna

PS. Und hier für dich ein romanisches Gedicht einer meiner Lieblingslyrikerinnen Luisa Famos:

STÀ
Eu sun il champ
Mas spias uondagian
Sulai arda lasura
Plan sieu madüra meis gran.

SOMMER
Ich bin das Feld
meine Ähren wogen
Sonne brennt darauf
langsam reift das Korn.

PPS. Und nun fehlt nur noch die schwedische Übersetzung...





Keri hat gesagt…

Ja, wirklich eine wunderschöne Gegend! Und St. Moritz (mit Betonung auf dem i) habe ich nur kurz gestreift... Bin dort am See gewesen, um einen Geocache zu loggen. Das war voll okay. ;-)

Das kleine Gedicht ist sehr schön. Hast du ein zweisprachiges Büchlein mit ihrer Lyrik?

Ja, hier vielleicht die schwedische Fassung:

SOMMAR

Jag är fältet
Mina ax vajar
Solen bränner på dem
Långsamt mognar sädeskornen.


Liebe Grüße in die Schweiz!
Keri

PS: Ich habe aus Versehen einen kleinen Trackable mit nach Schweden genommen, der eigentlich nur in der Schweiz bleiben soll. Kann ich dir den mit der Post schicken? (Vorne auf der Blogseite ist meine Mailadresse. Vielleicht kannst du mir deine Adresse mailen... :-)

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Tack ska du ha,
liebe Keri,
für die Übersetzungsarbeit und deine Fassung des Gedichts:
Ich habe mir die Zeilen soeben abgeschrieben:)
Und ja, ich besitze sogar zwei zweisprachige Lyrikbände von Luisa Famos, zum Glück sind sie sehr gut auf Deutsch übersetzt (sonst würde ich wohl eher wenig verstehen... )

Herzlich Hausfrau Hanna