Samstag, 13. April 2013

Die Wäscheklammer


Die Zeit wird gerne aufgehängt mit einer Wäscheklammer an diese unendliche Leine, vielleicht weil sie dann besser fassbar ist. Die Wäscheklammer in unseren Geschichtsbüchern hat mit der Geburt von Jesus zu tun: vor unserer Zeitrechnung und nach unserer Zeitrechnung. Merkwürdig eigentlich. Wie rechnete man denn vorher? Die Wäscheklammer meiner Großeltern war für gewöhnlich vor dem Krieg und nach dem Krieg und die Wäscheklammer meiner Generation ist vor dem Mauerfall und nach dem Mauerfall. Welche Wäscheklammer wird wohl mein Enkelsohn haben? Vielleicht am besten gar keine?

Dann gibt es spezielle Wäscheklammern im Leben eines jeden einzelnen. Ich sage Vor meinem Umzug nach Schweden... und Herr Möwe sagt oft Als ich noch gut sehen konnte... Solche Wäscheklammern landen natürlich nicht in den Geschichtsbüchern, sie sind aber deswegen nicht weniger wichtig für unsere einzelnen kleinen Schicksale. Am späten Dienstagabend haben wir eine neue Wäscheklammer dazubekommen. Sie ist noch ganz frisch und sie zwickt und sie kneift und sie beißt. Ich mag sie deshalb gar nicht, aber bestimmte von diesen Wäscheklammern kann man sich wohl nicht aussuchen...

Aufgerüttelt durch einen Film hatte ich mich schon vor einigen Jahren mal etwas ausführlicher mit dem Thema Schlaganfall beschäftigt. Weil es einfach so passieren kann, ganz plötzlich, und weil es jeden treffen kann. Dann habe ich vor kurzem einen Kurs in Physiologie belegt, der zu meinem Biologiestudium gehört. Und also läuteten bei mir sofort die Alarmglocken, als Herr Möwe plötzlich zu nuscheln anfing, mich nicht mehr gleichmäßig mit beiden Mundwinkeln angrinsen konnte und Schwierigkeiten mit den linken Arm bekam, als er versuchte, seine Jacke anzuhängen. In dem Moment, als ich die 112 angerufen habe, ist er dann umgekippt...

Sie kamen ganz schnell, ja, alles ging irgendwie so unglaublich schnell, ich kann mich an gewisse Einzelheiten gar nicht mehr erinnern. Aber weil alles so schnell ging, hatte er vielleicht so viel Glück. Als ich drei Stunden später aus dem Krankenhaus wieder nach Hause fuhr, mitten in der Nacht, da ging das mit seinem Grinsen jedenfalls schon wieder besser und er hatte bereits begonnen, mit den Schwestern zu scherzen, mit den schwedischen auf Schwedisch und mit einer Spanierin auf Spanisch. Seit gestern Nachmittag ist er sogar schon wieder zu Hause. Hm, dann war das Ganze wahrscheinlich nur ein Warnschuss. Aber eine Wäscheklammer ist eine Wäscheklammer. Und es ist eine ganze Menge passiert mit meiner Unbekümmertheit...






Om dörrmattan och klädnypan

Jag kom plötsligt inte längre ihåg hur portkoden var när hon, som satt bakom 112, undrade detta, så jag stoppade in trapphusets dörrmatta i dörrspringan så att dörren inte stängdes helt. Sedan tog det inte alls lång tid och de dök upp, tre neongröna marsmänniskor. Och det finns säkert bättre platser att undersöka en människa än i tamburen, men det var där han fanns...

Nu är han hemma igen efter tre dagar på strokeenheten, näst intill återställd helt och hållet, och just nu verkar allting som om man bara haft en mardröm. Nyss köpte jag blodpudding med russin på Gudagott, jag vet inte hur många blodprov alla dessa människor har tagit på honom, massvis i alla fall, för han är igenplåstrad lite här och var. Och så köpte jag en prinsesstårta på Mariaplans konditori för att fira att han lyckades bli pånyttfödd. Medan jag handlade var han ensam hemma, ensam för första gången efter stroken, som nu blivit en ny milstolpe i vårt liv, en klädnypa, som man fäster tiden med på den långa livslinjen. Han sitter i vardagsrummet och lyssnar på Viktoria Mullova som spelar Bachs partitas. Egentligen skulle han sitta på Stockholms konserthus nu och lyssna på stråkkvartetter.





Det känns inte riktigt bra att lämna honom ensam, tycker jag, så det första han gjorde imorse var att skriva till stadsdelsförvaltningen för att ansöka om trygghetslarm. Att han överhuvudtaget kunde göra detta själv, bara några dagar efter stroken, är ju ett mirakel i sig. Det är mycket som är mirakulöst i det här livet.




Kommentare:

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Das Einzige,
liebe Keri,
und ich weiss, es ist wenig genug,
ist dir und Herrn Möwe meine besten Wünsche und Gedanken zu schicken.
Hausfrau Hanna

PS. Att läsa att Herr Möwe sitter i vardagsrummet och lyssnar på Bach - det låter alldeles underbart!

Keri hat gesagt…

Ja, Bach... Ohne ihn wäre ich jetzt nicht hier. Ohne ihn wäre ich damals nicht ins Konzerthaus gegangen - und neben Herrn Möwe gelandet.

Die Mäander des Lebens...

Dir ganz liebe Grüße!
Keri