Freitag, 8. März 2013

I Dovregubbens hall


Denna gång fick publiken inte bara höra I Bergakungens sal och Solveigs sång utan hela den fantastiska orkestermusiken till Peer Gynt av Grieg så som han själv ville att den skulle framföras. Göteborgs Symfoniker har framfört verket tre gånger i London och en gång i Salzburg, men aldrig tidigare i Göteborg. Ett knappt dussin skådespelare och sångere var också med samt kören och en äkta hardingfela, något som gjorde att kvällen fick många facetter med musik (för mig delvis helt obekanta stycken), med text, skådespel och till och med lite dans.


Jeg skal vugge dig, jeg skal våge,
sov og drøm du, gutten min! 



I bergakungens sal - här med kör



Mehr als nur die Morgenstimmung

Während eine Handvoll Stücke aus Griegs Peer-Gynt-Suiten gern zu digitalen Klingeltönen verkommen, regelmäßig in Werbespots missbraucht oder von wilden modernen Trollen verrockt werden, hört man die anderen Stücke aus der kompletten Originalfassung mehr oder weniger nie live auf der Bühne.

Im Januar 1874 hatte Henrik Ibsen an Edvard Grieg einen Brief geschrieben - zum Glück keine Mail oder SMS, denn die wären heute bestimmt nicht mehr erhalten - in dem er ihm erzählte, dass er Peer Gynt (das anfangs nur ein Lesestück gewesen ist) nun auch auf der Bühne aufführen wolle und dass er dazu gerne eine passende Musik hätte. "Vil De komponere den dertil fornödne musik?" Ja, dieses war also der ausschlaggebende Satz, der es uns heute vergönnt, all diese Ohrwürmer immer wieder zu hören.






Die Göteborger Symphoniker haben Griegs komplette Fassung schon dreimal in London und einmal in Salzburg aufgeführt, aber noch nie zuvor zu Hause bei sich in Göteborg. Als ich das gelesen habe, bin ich gestern spontan ins Konzerthaus gesaust, um noch eine der letzten ermäßigten Karten zu ergattern. Herr Möwe steht, wie offensichtlich viele andere Schweden auch, dieser Musik etwas schaumgebremst gegenüber. Vielleicht ist es ja so, dass man sich allgemein irgendwie weniger mit dem Kunstschaffen des allernächsten Nachbarlandes beschäftigt, sondern lieber mit dem von etwas ferneren Ländern. Und dann haben die lieben Schweden ja auch eine insgesamt etwas herablassende Bruderliebe zu ihren nordischen Geschwistern dort im schönen Norwegen... ;-)

Nun ja, wie auch immer. Ich habe den Abend jedenfalls 100 Prozent genossen, denn es gab nicht nur die komplette Orchestermusik, sondern auch ein Dutzend Schauspieler und Sänger, es gab einen Chor - und eine tüchtige norwegische Violinistin, die auf einer echten Hardangerfiedel gefiedelt hat. Außerdem mag ich die Geschichte dieses nordischen Fausts, mit all ihren Abenteuern und Fabelwesen, den diversen Charakterstudien und den tapferen Weibsbildern, die trotz aller Dummheiten diesen Kerl immer noch lieb behalten.





In Norwegen gibt es nur noch fünf Geigenbauer, 
die diese speziellen Instrumente herstellen.



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