Sonntag, 3. Februar 2013

Na, und denn?


Es gibt Filme mit Happy End und solche ohne. Filme mit Happy End machen manchmal Mut, so wie dieser hier, oder sie unterhalten einen einfach, ohne dass man besonders berührt wird, was hin und wieder auch ganz nett ist. Manchmal hinterlassen sie aber auch dieses schale Gefühl - Na, und denn? - das schon Tucholsky so schön beschrieben hat. Und also ist es eigentlich besser mit Filmen ohne Happy End, finde ich. An denen hat man länger zu knabbern, die lassen einen nicht so schnell wieder los, weil sie nicht so einfach runtergehen wie Öl.

Seit einer Woche ist Filmfestival in Göteborg und ich habe nun bereits sechs der sieben Filme angeschaut, für die ich Eintrittskarten habe. Von diesen sechs Filmen hatten fünf kein Happy End - und ich bin sehr froh, dass ich sie gesehen habe, wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie nicht gut ausgegangen sind, denn so werden sie mich noch eine Weile beschäftigen. Die Karten für diese Filme hatte ich herausgesucht, ohne sehr lange zu suchen - ich finde solche dicken Festivalkataloge nämlich eigentlich ziemlich schrecklich - sondern einfach nur beim Blättern durch die Länderliste.



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Drei ganz unterschiedliche Persönlichkeiten verlieren den
Menschen, den sie am allermeisten lieben und brauchen:

 Living (Russland 2012)




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Ein ganz unglaublicher Film, der auf einer ganz 
unglaublichen, aber doch wahren Geschichte beruht:

The deep (Island 2012)





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Gefängnis, Erdbeben, Freiheit, Tsunami, 
Verlust, Ohnmacht. Und ein Tiger:

The year of the tiger (Chile, 2012)




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Ein ganz und gar anderer Film über ein Schicksal
während des Großen Vaterländischen Krieges:

In the fog (Russland 2012)




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Om eldsjälar, skogsmaskiner och jättegamla träd,
tyvärr med ganska jobbig musik i bakgrunden:

Skog och människor (Sverige 2012)



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En dokumentär om hur samer och rennäringen behandlas i dagens Ryssland. Talesman är en rysksamisk journalist, utbildad i Norge, vars samiska tv-station på Kola-halvön håller på att läggas ned. Renar dödas i smyg med militära vapen, eftersom de är ivägen för ett stort gaslednings-projekt, där bl a STATOIL och TOTAL är inblandade:

Att döda en ren (Sverige/Norge/Finland/Estland, 2012)



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