Natürlich kann man dem kalten Nordwind eine lange Nase drehen und in den Süden abhauen. Früher, als ich noch in Mitteleuropa ansässig war, habe ich das zwar nie gemacht, aber seit ein paar Jahren lasse ich mich ja immer wieder darauf ein. Und natürlich ist es faszinierend, auf einem Vulkan herumzukraxeln und es ist total gesund, sich mitten im März jeden Tag den frischen Saft von mindestens einem Kilo herrlicher Blutapfelsinen einzuhelfen. Es macht freilich ganz viel Spaß, auf einem sizilianischen Wochenmarkt einzukaufen und dann in einer Ferienwohnung mit einer total unmöglichen Bratpfanne allerlei Fische mit lustigen Namen zu braten...
Aber es gibt trotz alledem nix Schöneres, als im Vorfrühling an einem schwedischen Waldsee in der Sonne zu sitzen! Der Wind kann frisch sein und die Bäume noch lange, lange nicht fertig mit ihren Knospen, geschweige denn mit den grünen Blättern, aber diese nordische Frühlingssonne über den Baumwipfeln und ihre Spiegelungen auf dem klaren Wasser, das weiche Moos unter dem Hintern und ein paar Piepvögel hier und da - nee, mehr brauche ich wirklich nicht, um mich rundum wohl zu fühlen! Und weil das Licht nun auch endlich hier im Norden wieder länger tagaktiv ist als bei euch da unten in Mitteleuropa, hihi, kann man jetzt auch wieder lange draußen sein. Am Samstag sind es tatsächlich elf Stunden geworden! Das war eigentlich nicht so geplant, es sollte eigentlich nur eine ganz gemütliche Waldwanderung werden, aber dann haben wir uns doch wieder hinreißen lassen: Ingabos Lake District war schuld, und man konnte irgendwie nix dagegen machen. ;-)
Und weil meine Mama neugierig ist, genau wie ich, wie weit der Frühling hier schon gekommen ist, habe ich dann am gestrigen Sonntag in den Schlosspark nicht nur die Kamera mitgenommen, sondern vorher auch 'ne Speicherkarte reingestopft, etwas, das mir am Samstag nicht so recht gelungen war. (Na ja, zum Glück! Sonst hätten wir ganz sicher den letzten Bus abends in Stannum verpasst! ;-) Im Schlosspark gibt es schön verschlungene Wege und viele verschiedene Bäume und Sträucher. Die klitzekleinen roten Blüten sind inzwischen verblüht, die kleinen weißen dagegen noch nicht so richtig aufgeblüht, aber das ist nur eine Sache von Tagen und dann haben wir hier in den Parks und in den Laubwäldern wieder Buschwindröschen-Auslegeware (Auslegeware heißt auf Schwedisch heltäckande mattor - alles bedeckende Teppiche). Es ist also nicht so einfach, jetzt nicht im Freien zu sein, weil nun ALLES irgendwie losgeht und man nix verpassen will. Ich habe den Eindruck, dass es jedes Jahr schlimmer wird. Also nicht mit dem Frühling, aber mit meinem Erleben.
Gestern Abend bin ich dann noch einer spontanen Einladung in die Oper gefolgt, eine ganz spezielle Oper von einem meiner ganz besonderen Komponisten-Freunde. In dieser Oper kann man vieles lernen, zum Beispiel dass man zu später Stunde keine Pilze essen sollte, aber auch anderes - und es können einem verschiedene Dinge durch den Kopf gehen. Dinge, die nicht aufzuschreiben gehen, ganz einfach weil es dafür keine Worte gibt.
Nästan stannat i Stannum
Visst var det trevligt där i söder med det magiska BERGET och färskpressad blodapelsinjuice nästan dygnet runt, med snygga, snälla italienare och alla dessa läckerheter på salutorgen och i köket. Och det är förstås alltid härligt att hälsa på familjen i Berlin, barnen och barnbarnet framför allt. Men det är ändå oslagbart att sitta vid en svensk skogstjärn i vårsolen. I lördags deltog vi i en guidad vandring som varade i 11 timmar. Guiden hade som vanligt inte haft tid att vara med utan lämnat uppgifterna i skogen, men det är vi ju vana vid. Och medan solen gick ner bakom trädtopparna hittade jag faktiskt min lilla skattlåda nummer 400, det hade jag inte alls tänkt på när denna soliga helg började... Kul!
Igår gick vi i Slottsskogen för att kolla på vårtecken där - och så såg jag att de små röda redan har blommat över, medan de små vita nu allvarligt är på väg! Det tar säkert bara några dagar och så blir det heltäckande mattor av dem! Oj, det ser jag fram emot - och jag har verkligen svårt att hålla mig inomhus nu när ALLTING händer därute. Ja, angående våren känner jag mig tokigare för varje år. Helgen avslutades med en mycket speciell operaföreställning, som väckte en massa olika känslor och tankar, en hel del gamla men också nya... Tack än en gång för denna fina helg! :-)
Frühling in Göteborg:
eine Asphaltsonne - gefunden auf dem Weg zu meinem Coop
wilde Rehe im Schlosspark
Oh, Boy!
Huflattich - mitten auf der Straße
immergrüne Kuschelwege im Schlosspark
noch etwas schüchterne Buschwindröschen