Samstag, 5. Mai 2012

220 Ostmark


Eigentlich ist Samstag mein Rumtreibetag, aber weil diese Woche der Sonntag mein Rumtreibetag wird, ist dieser Samstag kein Rumtreibetag, sondern ein ganz normaler Samstag, wie er wohl in vielen Familien stattfindet. Tagsüber waren wir ein paar Stunden in der Stadt, um zu shoppen und um zu konditorn. Ein Geschenk zum Kindergeburtstag musste beschafft werden, unser Teevorrat bekam einen gehörigen Aufschwung, ebenso die Zutaten für Herr Möwes Morgemmüsli aus dem Bioladen. Und dann habe ich ein Paar Paddel für das Schlauchboot besorgt...

Nun sitze ich in der Küche, nachdem wir spät zu Mittag gegessen haben: Grüne Nudeln mit Fenchel in Sahnesauce. Herr Möwe hört ein Hörbuch - und ich lese ein bisschen in meinem Kamera-Handbuch, weil wir morgen vormittag an einer Naturfoto-Wanderung teilnehmen werden. Das Kamera-Handbuch hat viele Seiten, eigentlich viel zu viele, finde ich. Jedesmal, wenn ich darin lese, kann ich mir nur ein klitzekleines bisschen merken...

Dann krame ich in einer Schachtel mit alten Fotos, auf der Suche nach Bildern von meinem ersten Schlauchboot. Ich hatte mir schon immer eins gewünscht, jedenfalls, so lange ich mich erinnern kann. Aber erst als ich ungefähr zwölf war, durfte ich mir dann endlich eins kaufen. Lange hatte ich dafür gespart, viele Wochen Taschengeld müssen dafür draufgegangen sein, denn 220 Mark waren eine Menge Geld damals - und dass es 220 Mark waren, das weiß ich noch ganz genau. Das Boot war silbergrau und hatte Platz für zwei. Ich glaube, es hatte keinen Namen...

Mehrere Jahre habe ich es regelmäßig benutzt, war immer ganz verrückt danach, es im Frühling endlich das erste Mal aufzupumpen. Mein Spitz-Mischling Tobby war eine ausgesprochene Wasserratte und er war fast immer mit an Bord. Es war unser Expeditionsboot und dann war ich Thor Heyerdahl oder es war einfach nur unser Badeboot, manchmal auch ein Rettungsboot, wenn meine Schwester darin saß, um mich zu begleiten, wenn ich mir mal wieder vorgenommen hatte, über den ganzen See zu schwimmen. Keiner von uns hatte jedoch jemals eine Schwimmweste an. Das war damals irgendwie nicht üblich, außer vielleicht bei Kindern, die segeln lernen wollten...

Nun habe ich mir wieder ein Schlauchboot gekauft, nach mehr als 30 Jahren Abstinenz. Hm, ab einem gewissen Alter wird man wahrscheinlich wieder kindisch, hihi. Morgen wollen wir es ausprobieren. Und ich bin schon ganz aufgeregt! :-)







Oj, vad hade jag längtat efter att äntligen få köpa mig en gummibåt, så länge jag minns hade jag önskat det, men först när jag fyllde ungefär tolv fick jag lov att göra det. Många veckors veckopengar gick åt för den där gummibåten, för 220 DDR-Mark, det var mycket på den tiden. Och att det var så mycket minns jag på något sätt väldigt tydligt, nästan ett magiskt tal. Båten använde jag i flera år och varje vår blev jag lika otålig att äntligen få pumpa upp den och paddla iväg! Ute på sjön var det alltid härligt och spännande och äventyrligt.

Nu har jag köpt en gummibåt igen. Det hade jag tänkt på sedan jag flyttade till Göteborg, för här finns ju så så gott om vatten, och nu blev det äntligen av. Imorgon ska båten testas för första gången - och det gör att jag redan idag har fjärilar i magen.






Fotoübungen






Kommentare:

Per Blomkvist hat gesagt…

Verkar mkt trevligt. Kan säkert komma väl till pass.

Keri hat gesagt…

Jag tänkte ju på Lillen också... Han kommer säkert att gilla den! :-)