Sonntag, 15. Januar 2012

Erosion II


Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich dieses Gefühl das letzte Mal hatte. Aber ich habe es auf Anhieb wiedererkannt! Man bekommt es, wenn man im Spätwinter auf Rügen unter den Kreidefelsen wandert. Dann bröckelt und rutscht es ein bisschen überall. Steine fallen aus der Wand, Kreide löst sich im Meer... Erosion ist nur selten so erfahrbar, so heftig und direkt. Dass ich hier in Schweden einmal etwas ähnliches erleben würde, hätte ich nicht gedacht. Hier gibt es ja vor allem hartes Gestein und da kann man nicht so gut zugucken, wie es direkt vom Zahn der Zeit angeknabbert wird. "Zwischen zwei Herzschlägen eines Steines liegt ein ganzes Menschenleben..." so oder so ähnlich habe ich es bei Terje Hellesø gelesen. Gestern standen wir vor einer Wand aus Sand und anderem mehr oder weniger losen Material, das die Eiszeit hier einmal zusammengeschoben hat. Seitdem die Menschen fleißig von diesem Material genommen haben, hat der Berg hier eine offene Wunde. Und nun, wenn es nachts friert und tagsüber taut, dann bröckelt es gewaltig! Wir waren unheimlich beeindruckt. Keinen Moment war es richtig still. Andauernd fiel irgendwo etwas herunter. Genau wie auf Rügen zu dieser Jahreszeit.






Att få kunna titta på direkt hur erosion försiggår, det fungerar bara under vissa omständigheter. Det behövs en viss sort material - något som lätt går sönder - och det behövs vissa temperaturer. Frost nattetid och plusgrader dagtid. Sedan händer det, som vi precis fick uppleva igår: Det låter hela tiden. Och det syns hela tiden. Aktar man sig inte och går för nära kan det också kännas. Små och större stenar rullar nerför hela tiden. Ibland hoppar de, otroligt vad de hoppar! Inte hade jag trott att jag i Dösebacka skulle uppleva nästan samma känsla som jag hade när jag vandrade nedanför kritklipporna på Rügen februari 2006. Det och en hel del andra sköna upplevelser hörde till gårdagens exkursions-överraskningar.















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