Montag, 11. April 2011

Filmtitel

























Dieses Buch ist wie so viele andere Bücher zu mir gekommen: Der BuchJo hatte es mir einfach zugesteckt. Das muss irgendwann Anfang 2010 gewesen sein. Ich habe es dann gleich gelesen - und fand es ganz wunderbar! Manche wunderbare Bücher stopfe ich für immer in mein Regal, keine Widerrede, Keris Weltkulturerbe sozusagen, andere wunderbare Bücher müssen auf die Reise gehen, finde ich. Man kann nicht alle wunderbaren Bücher zum Weltkulturerbe erklären und behalten, wenn man zu zweit in zwei Zimmern wohnt. Und so habe ich dieses wunderbare Buch dann voriges Jahr, als ich einer deutschen Freundin in Stockholm ein geborgtes Buch zurückgeschickt habe, einfach mit den Umschlag getan. "Das musst du unbedingt lesen!", habe ich geschrieben. "Aber dann musst du es weitergeben." Und so geschah es.
Als wir uns letzten Herbst mal wieder sahen, haben wir beide von dem Buch geschwärmt. (Und unsere schwedischen Männer hatten natürlich mal wieder keine Ahnung... ;-)

Irgendwann jetzt im Februar bekam ich eine Postkarte aus Stockholm. (Ja, eine Postkarte! Keine Mail.) "Hallo, wir kommen gerade aus dem Kino. Stell dir vor, das Buch ist nun zum Film geworden - und der Film ist ganz wunderbar! Unbedingt angucken!" Also kam der Film auf meine vorläufige to-do-Liste. Aber die ist immer so lang... Und außerdem bin ich da gerade in dem Igel-Film aus Frankreich gewesen. Wahrscheinlich würde es nun wieder ein Jahr dauern, bis mich mal wieder jemand mit ins Kino nehmen würde. Aber so war es gar nicht! Meine deutsche Freundin aus Kullavik hatte nämlich entdeckt, dass man nicht nur mitten in der Woche, sondern auch mitten am Tag ins Kino gehen kann: Lunch-Vorstellung. Und das wollten wir letzte Woche dann mal ausprobieren. Vorher waren wir noch auf einen Imbiss im Språkcaféet am Esperantoplatsen. Ha! Das war also wirklich eine Multi-Kulti-Unternehmung. Zuerst im Sprachcafé, wo man beinahe an jedem Tisch eine andere Sprache spricht - und dann in einem französischen Film mit schwedischen Untertiteln.

Ach, der Film war ganz herrlich! (Danke fürs Mitnehmen! :-) Merkwürdig ist nur, dass sowohl das Buch als auch der Film in jedem Land einen anderen Titel zu haben scheinen. Im Original heißt das Buch "La tête en friche", was wörtlich übersetzt "Der Kopf als Brachland" heißt, aber in der dortigen Umgangssprache wohl sowas wie "Einfaltspinsel" bedeutet. In Deutschland kamen Buch und Film unter dem Titel "Das Labyrinth der Wörter" auf den Markt. Auch noch ganz passend. Aber die Schweden mit ihrer Sommermacke haben dann wieder mal den Vogel abgeschossen. "Meine Nachmittage mit Margueritte" duftet in der schwedischen Filmreklame also nicht nach zerlesenen Buchseiten, wie es dem Inhalt gemäß wäre, sondern einfach nur herrlich nach französischer Sommersonne. Und die Nachmittage, die die beiden auf der Parkbank verbringen, sind natürlich auch alle total sonnig.
So lockt man also die wintermüden Nordmenschen Ende Februar ins Kino. Davon, dass es eigentlich ums Abenteuer Lesen geht, steht in der Ankündigung kein einziges Wort...





Efter Igelkottens elegans finns nu ytterligare en fransk film i de biografer som inte tillhör de stora palatsen. Den heter Mina eftermiddagar med Margueritte och även den har varit bok från början, en riktigt bra bok faktiskt. Boken finns för närvarande inte på svenska - och filmen marknadsförs i Sverige tyvärr bara som en ljuvlig fransk sommarhistoria. Det är synd, för filmen och framför allt boken handlar om mycket, mycket mer!


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