Mittwoch, 2. März 2011

Utedagis utan utedass


I Göteborgs stadsdel Majorna bor många barnfamiljer och för nuvarande råder det brist på dagisplatser. Igår åt Måsen och jag lunch med en annan miljöpartist och han berättade att det inte är pengar och personal som fattas utan det är framför allt ont om utrymme, fastigheter alltså. Samtidigt som man letar efter lämpliga rum försöker man nu driva igång flera ur och skur verksamheter. Dessa behöver givetvis inte så många faciliteter och de små skogstrollen är dessutom friskare och mindre aggressiva.

Skulle Göteborgs universitet drabbas av samma platsbrist, då kunde man framhäva Linnéuniversitetet i Kalmar som redan har uppfostrat en del studentgrupper så att de inte alls längtar efter att vara inomhus längre. Detta gäller året om förstås. Det behövs alltså inga hörsalar, inga matsalar, inga parkeringsplatser och inte ens toaletter. Studenterna undervisar varandra, de lagar mat - och de till och med eldar själva med egen ved. Här kommer några visuella bevis tagna den 19 februari i skogarna utanför Altgutsboda i ganska stark kyla. Kameran höll den väl bevandrade och väl bevantade tappra studentreportern Eva från Öland. Varsågoda!



Dieser Anblick ist keine Seltenheit an Deutschlands Unis


Überfüllte Hörsäle - nein danke!

In unserem Stadtteil Majorna hier in Göteborg wohnen viele junge Familien und deshalb reichen oft die Kitaplätze nicht aus. Gestern haben wir mit einem grünen Kampfgenossen von Herrn Möwe zusammen Mittag gegessen und er berichtete, dass es nicht an Personal oder an Geld mangele, sondern an geeigneten Räumlichkeiten. Unser Stadtteil ist bereits recht dicht bebaut und die verbliebenen Naturflächen möchte man dafür auch nicht unbedingt anknabbern. Die Grünen wollen deshalb verstärkt neue Waldkindergärten ankurbeln. Diese benötigen nicht so viele Räume und die kleinen Waldwichtel sind außerdem gesünder und weniger aggressiv.

Für den Fall, dass auch die Universität von Göteborg von ähnlichen Platzproblemen betroffen würde - wie es bereits viele Unis in Deutschland sind - so könnte man auf die Linnéuni in Kalmar verweisen, wo man schon einige Seminargruppen so weit abgehärtet hat, dass sie inzwischen vollständig auf Hörsäle verzichten können. Und das rund ums Jahr! Es bedarf also weder einer Mensa noch beheizter Toiletten, Parkplätze müssen nicht geschaffen werden und sogar das Brennmaterial wird von den Studenten mitgebracht. Sie unterrichten sich gegenseitig und kochen sich mittags das Essen selber. Als Beweis zeigen wir heute eine Fotoreportage unserer tapferen Mitstudentin Eva von Öland, aufgezeichnet am 19. Februar in den Wäldern um Algutsboda bei knackiger Kälte und zeitweisen Schneeschauern.



Morgens 9:00 Uhr, gefühlte minus 20, Kompassvergleich


Kompassgång - ut och njut!


Bäche, die aus einem Moor heraufließen, sind auch bei starker Kälte
nicht zuverlässig zugefroren. Ja ja, man macht so seine Erfahrungen.


Gefunden!


Nächster Programmpunkt - Vorlesung: "Die Entwicklung
von Messern, Sägen und Äxten von der Steinzeit bis heute"


Diese hier hat Cathrine in ihrem Garten gefunden.


Lilleper in action! (Dieser Mitstudent übernachtet auch bei
solchen Temperaturen immer in seinem Biwacksack im Freien...)


...und diesmal hatte er sogar die Säge seines Großvaters dabei.
Zu Fuß und ohne Auto, nur mit seinem Rucksack. Unglaublich!


Die Chefs vergeben heute großzügig gute Noten.


Nach der Vorlesung sind die Pyromanen dran,
denn das Fußvolk friert und hat Hunger...

Frau Fire Chief und der Tampontrick.


Kolbulleansvarig Schmidt gör sitt bästa trots rök och kyla.


Wie man sieht, so haben wir das Feuer angekriegt!
In der Pfanne: Das haben die Köhler früher gegessen.
Einfach nur Speck, Mehl, Wasser und Salz


Nach dem Mittagessen - die nächste Vorlesung:
"Wie verschiedene Pflanzen und Tiere den Winter überstehen."

(Einige Zuhörer sind mit offensichtlich brennendem Interesse dabei!)


Hier die Wintervariante von "Friss meine Shorts!"


Das ist Jörgen. Er hat Wurzeln in Siebenbürgen
und kann Eulen und Uhus zu sich heranrufen.


Geeignete Winterfahrzeuge...

... und etwas weniger geeignete. (Silke pendelt mit ihrem Auto
zwischen Norddeutschland und Südschweden - und hat demzufolge
an ihren Reifen keine Spikes, denn die sind verboten in Deutschland.
Die meisten schwedischen Autos haben im Winter jedoch welche.)


Kurz bevor unsere Hirne vollständig einfrieren:
Wir bekommen unsere Aufgaben für das nächste Mal.


Kommentare:

Fru Decibel hat gesagt…

Inte avundsjuk.

Keri hat gesagt…

Jag förstår. Men det finns ju våren och sommaren också... :-)

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Was heisst "Hut ab!" auf Schwedisch,
liebe Keri?
Den habe ich nämlich soeben gezogen vor so viel Engagement in Eiseskälte...

Herzlich grüsst aus der Wärme
Hausfrau Hanna

Keri hat gesagt…

Det heter "att ta hatten av för någon/något". Men det är fortfarande för kallt för att ta hatten av sig... ;-)

Hjärtliga hälsningar söderut!
Keri

Fru Decibel hat gesagt…

Men du har ju ingen riktig mössa! Du kan ju inte ens ta av dig hatten om du skulle vilja!

Hausfrau Hanna hat gesagt…

Hej!
Tack för hjälpen!
Och så tar jag hatten av för er alla!

Vårliga hälsningar från Schweiz
Hausfrau Hanna

Keri hat gesagt…

Fru Decibel: Hihi, det var ju hon som ville göra det, inte jag. ;-)

Hausfrau Hanna: Danke! Und schöööne Grüüüße in die schöööne Schweiz! (Hier ist's noch kalt...)

Keri