Freitag, 11. März 2011

Die Schnipsel des Tages


"Eigentlich ist in Puerto Mogán immer schönes Wetter." Das hatte uns der Vermieter mal in einer eMail versichert. Heute früh war "EIGENTLICH".
Da schüttete es ungefähr eine Viertelstunde lang wie aus Eimern, so dass sich innen unter unserem Schlafzimmerfenster ein lustiges kleines Gewässer bildete. "Prima, eine Überschwemmung! Endlich passiert mal was!" - sagte der Muminpapa und holte seine Rindenschiffchen aus der Spielzeugkiste...

Es dauerte nicht lange, der Wind und die Sonne hatten fast alles schon wieder weggetrocknet, da brach die nächste Katastrophe über uns herein: Wochenmarkt in Puerto Mogán. Plötzlich drängte sich mindestens die halbe Urlaubsinsel in unseren schmalen Gassen und wir hatten nur noch einen Gedanken: Bloß weg hier! Ein azurblauer Bus schlingerte uns tapfer ins nächste Bergdorf, wo wir ein gutes Weilchen herumgewandert sind. Hier gab es heute fast gar keine Touristen, denn die waren ja alle auf dem Wochenmarkt unten am Meer.

In einer kleinen Bauernschänke löffelte Herr Möwe später eine spanische Ausgabe unserer allseits beliebten Soljanka. Dieser Eintopf, mit allem, was in der Küche so wegmuss, heißt hier Ropa vieja - Alte Kleider und das waren heute vor allem Meerestiere, mit und ohne Schalen. Ich selbst hatte eine halbe, nicht entbeinte Ziege und ungefähr einen viertel Sack ungeschälter Kartoffeln in meiner Suppenschüssel - prima gewürzt und sehr, sehr lecker!




Jättegryta. Oj, vad mätt jag blev!


"Egentligen är det alltid vackert väder i Puerto Mogán." Det hade vår hyresvärd försäkrat oss i ett mejl någon gång. I morse ägde "EGENTLIGEN" rum. Då var det ett kolossalt skyfall ungefär en kvart, vilket medförde en snabbt växande vattenpöl innan- och nedanför vårt sovrumsfönster. "Vad roligt med en översvämning! Äntligen händer det saker!" - så ropade Muminpappan och plockade fram sina barkbåtar ur leksakslådan...

Det tog inte lång tid, vinden och solen hade redan torkat bort det värsta, då överrumplades vi av nästa katastrof: Veckomarknad i Puerto Mogán! Ungefär halva semesterbefolkningen på hela ön lastades hit vid detta tillfälle och vi hade bara en enda tanke: Bort, bort! En tapper azurblå buss slingrade oss därför upp till en liten by i bergen, där ingen turist var i sikte, eftersom alla var ju nere vid havet på veckomarknaden. Här vandrade vi omkring en bra stund, tills herr Mås blev hungrig och jag med.

Vi hittade en liten krog, där herr Mås åt något som motsvarar pyttipanna på spanska. Här heter det Ropa vieja - Gamla kläder och idag innehöll Gamla kläder alla slags havsvarelser, med och utan skal. I min jättegryta fick jag däremot ungefär en halv bergsget inklusive ben och ganska många oskalade potatis. Allt var mycket bra kryddat och vi blev nöjda båda två.



Auf dem Wochenmarkt war ich nur ganz kurz, um frische Kaktusfeigen,
Avokados und Tomaten, die nach Tomaten schmecken, einzukaufen.


Etwas kopflos dieser Herr...


Hierher führt keine Straße und
noch nicht mal 'ne Schotterpiste.


Der kleine Mann würde vielleicht besser wirken,
wenn auch ihm ein paar Streifen angepinselt würden...


Dieser Übergang irgendwo im nirgendwo wurde offensichtlich extra
angelegt,
damit man ohne Lebensgefahr die Bougainville ankieken kann.


Kommentare:

Fotoberl hat gesagt…

Die ungeschälten Kartoffeln heißen Papas Arrogadas und sind eine Spezialität auf den Kanaren. Man isst sie mit Mojo-Soße.

Weiterhin schönen Urlaub

Mutti

Keri hat gesagt…

Ja, Mojo-Soße habe ich auch schon entdeckt bei meinen Streifzügen durch die Supermärkte. Es gibt verschiedene Sorten, grüne und rote, und manche davon sind sehr scharf. Ich bevorzuge die mittelscharfe. ;-)

Liebe Grüße
Kerstin