Sonntag, 16. Januar 2011

Bästisen


"Jag är aldrig ensam i naturen. Här kan jag ha mängder av nära möten, intressanta samtal som ger mig ny insikt. Jag kan stanna till vid ett träd inne i skogen och ha ett flera timmar långt samtal om livet. I blomsterängen kan jag ligga bland hundkäx och smörblommor och prata om livet i stort. Kanske möter jag en klok ejderhona ute vid havet som kan berätta om familj och uppfostran.

Kanske får jag möta en vild varg som kan berätta om orättvisor, om att ständigt vara missförstådd, om att ständigt vara jagad. Bara för att den är en varg... Bara för att den fortsätter kämpa på för att bara få finnas. Den vilda vargen kan ge mig många svar jag fortfarande söker efter.

Jag väntar fortfarande på detta värdefulla möte..."

Terje Hellesø, naturfotograf, i boken Min plats i ljuset

Igår började alltså vargjakten igen. Samtidigt spenderar svenska hundägarna alltmer pengar till sina bästisar - i snitt 3000 kr varje månad läser jag i tidningen. Om inte vargen hade funnits, hade aldrig någon tam hund blivit av. Det var visserligen länge sedan, men de har ju ändå samma rötter. Hur kan man klappa sin hund och skämma bort den på olika sätt - och samtidigt skjuta ihjäl en varg? Det fattar jag aldrig.





Ehrfurcht vor dem Leben

"Ich bin nie allein in der Natur. Hier kann ich eine Menge naher Begegnungen haben und interessante Gespräche führen, die mir neue Einsichten geben. Ich kann bei einem Baum stehenbleiben und mich für mehrere Stunden über das Leben unterhalten. Auf der Wiese mit den wilden Blumen kann ich zwischen Kerbel und Hahnenfuß liegen und über das Leben im allgemeinen reden. Vielleicht begegnet mir draußen am Meer eine kluge Eiderente, die vom Familienleben und von der Kindererziehung erzählen kann.

Vielleicht ist es mir vergönnt, einem wilden Wolf zu begegnen, der von Ungerechtigkeiten berichten kann und davon, ständig missverstanden zu sein, der sich ununterbrochen gejagt fühlt. Bloß weil er ein Wolf ist...
Bloß weil er weiterhin dafür kämpft, einfach nur existieren zu dürfen. Der wilde Wolf kann mir viele Antworten geben, die ich seit langer Zeit suche.

Ich warte immer noch auf diese wertvolle Begegnung..."

Terje Hellesø, Naturfotograf
in seinem Buch "Mein Platz im Licht"

Gestern hat also wieder die Wolfsjagd angefangen. Tausende Jäger haben sich um eine Lizenz beworben. Insgesamt dürfen 20 der gut 200 in Schweden lebenden Wölfe abgeschossen werden. (Wahrscheinlich ist dies inzwischen schon geschehen...) Gleichzeitig wird von schwedischen Hundebesitzern immer mehr Geld für ihre geliebten Vierbeiner ausgegeben, im Durchschnitt 3000 kr, also mehr als 300 Euro monatlich, lese ich in der Zeitung. Da steht was von Hundeyoga, einem Hundebett im gustavianischen Stil - und Schönheitsoperationen für Hunde! Während in anderen Teilen der Welt immer noch Kinder an Hunger sterben, kauft man in diesem Teil der Welt superteure Luxuskost für seine Haustiere - und schießt gleichzeitig den Urvater aller Möpse und Bernhardiner gnadenlos ab. Da ist doch irgendwas ganz kolossal aus dem Ruder gelaufen - unabhängig davon, ob es nun Herr Darwin oder ein Schöpfer war, der sich das alles ausgedacht hat...



Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft.

Albert Schweitzer


Kommentare:

Triton hat gesagt…

Damit meint der Herr Schweitzer aber sicher jedes Leben eines jeden lebenden Wesens.

Keri hat gesagt…

Ich gehe mal davon aus, dass er es so meinte.