Montag, 30. August 2010

Mit der Geschichte auf Tuchfühlung


Nee, so dumm ist das wirklich nicht mit dem Geocaching. In unserer hastigen Zeit wird ja nicht nur hastig gelebt, sondern oft auch hastig gereist. Dabei halten sich viele an die Highlights aus den Reiseführern. Und so rennen alle in die gleichen Kirchen und alle Busse halten an den gleichen Aussichtspunkten. Bei der Schatzsuche à la Geocaching kommt man ein bisschen anders in Kontakt mit ausgesuchten Punkten in der Landschaft - oder der Geschichte. Vor der eigentlichen Expedition im Freien kann man sich vorher im Internet oft gut belesen. Es gehört zum guten Ton, dass einer, der einen Geocache versteckt, auch etwas zu dem Platz erzählt. Viele haben sogar einen persönlichen Bezug zu der Stelle. Vor Ort ist man dann automatisch gezwungen, genauer hinzugucken. Manchmal kriecht man auf der Erde rum oder klettert irgendwo rauf, man guckt unter Steine, hinter Bäume und in Mauerritzen. Weil es oft nicht ganz einfach ist, den Schatz zu heben, hält man sich automatisch länger auf - und so sieht und erfährt man mehr. Sicher gibt es auch unter den Geocachern reine Punktesammler, für die es ein Sport ist, so viele Caches wie möglich in ihrer Liste vorzuweisen. Aber bei mir ist es schon deshalb anders, weil ich ausschließlich mit dem Fahrrad - und immer noch ohne GPS! - unterwegs bin. In den letzten Tagen habe ich auf diese Weise eine ordentliche Lektion in öländischer Geschichte gelernt.


Von den neun Smileys auf meiner Schatzkarte hatten
sechs einen direkten Draht zu Ölands Geschichte.
Am besten waren die beiden in der Mitte,
denn dort halten definitiv keine Reisebusse!


Spindelväv på näsan

Att leta efter geocacher är verkligen inte så dumt. Det leder till att man upplever vissa platser under en resa på ett intensivare sätt, tycker jag.
Det gäller inte att hasta igenom alla highlights som resehandboken talar om. Nej, det är istället "normala" människors rekommendationer man följer efter. Att lägga ut en geocache medför att man på Internet pratar om varför. Ofta berättas till och med en liten historia eller gömmaren har en personlig relation till platsen. Är man ute och letar tittar man inte bara grundligare utan ibland kryper eller klättrar man omkring på ett historisk föremål. Jag har aldrig fått så mycket spindelväv på mig innan jag började leta skatter. Vilken skillnad det är mellan en guidad visning på något slott där man inte ens får röra på något och en självupptäcktsfärd på en förfallen bondgård mitt i Alvaret där man dessutom efter skattjakten får be en kviga om lov att få använda sin cykel igen! ;-)




Karlevistenen - Ölands berühmtester Runenstein


Das Gräberfeld von Sandby & Frösslunda.


Die Landburg von Eriksöre.


Ein verlassener Hof - mitten in Ölands Steppe.


Sowas passiert einem bei einer braven Schlossführung nicht,
sondern nur beim Geocaching auf Öland im Outback! ;-)


Noch ein Runenstein - diesmal richtig jott we de.


Ein falscher Runenstein - bei der Jugi nur über die Straße.


Der Eingang in ein uraltes Weideland...


Und so sieht eine moderne Schatzkiste aus.
Was darin ist? Na, moderne Schätze! ;-)


Nachhauseradeln im Abendlicht...
Mit vielen Kilometern in den Beinen.


Und zu guter Letzt: Den Ökogrill anheizen am Strand.
(Wegschmeißgrills hab ich mir schon lange abgewöhnt...)


Kommentare:

Max hat gesagt…

'krass' hat Vio beim ersten Foto gesagt, tja, aber mit mir mitkommen willse nich, da könnte sie ja auch was entdecken :D

Warst ja so schön fleißig, hast Du schon ein eigenen GPSr oder noch geliehen? Hab da was mit ForeRunner im Hinterkopf.

Hab gesehen, dass im Falsk runsten (GCR25A) auch Trackables drin sind, hast Du die gesehen? Traust Du Dich da noch nicht ran? Zumindest discovern kann man die ja mal ;)

Ich war letzte Woche mit meinem Bruder in Polen an der Ostsee und nicht so erfolgreich bei der Dosensuche, lag aber eher am Wetter.


Weiterhin noch viel Spaß bei der Suche in Öland

Keri hat gesagt…

Hej Max!

Schön von dir zu lesen. :-)
Weißte, ich habe mich beim Cachen zur "Entdeckung der Langsamkeit" entschieden. Also ganz ohne(!) GPS und nur mit dem Fahrrad. (Hab's gerade nochmal im Text ergänzt.) So passt es besser zu mir. (Mögen die Jungs ihren Spaß haben - mit dem Auto und mit teuren Geräten... hihi.)

In dem Cache GCR25A war nix mehr drin. Bin extra nochmal hingegangen und habe nachgeschaut. Das mit den Zusatz-Schmackos habe ich erst vor kurzem ein bisschen verstanden. Und warum du mir damals deine gezeigt hast... Müssen wir nochmal einen Fortgeschrittenen-Kurs machen, wenn wir uns wieder mal sehen.

(Sitze gerade im Zug - zurück von Öland und meiner Rumtreiberei.)

Liebe Grüße auch an das Frauchen!
(Die ich vielleicht ein bisschen anfixen konnte mit meinem Bericht.)

Anonym hat gesagt…

Hallo hallo, das ist ja sicher auch eine spannende Sache.
Hier noch ein Tipp- bitte darauf acht geben, man soll auf Steinen kein Feuer machen, denn es ist eine Gefahr-sieht nicht so toll aus, wenn die glühend heißen Teile Dir um die Ohren fliegen, wenn sie von der Hitze zerbersten.
Es hat da schon schlimme Verletzungen gegeben.
Weiterhin noch viel Spaß und unfallfreie Erlebnisse