Montag, 9. August 2010

Antagen! - fast kampen fortsätter


Min dotter och jag hade börjat tävla: Vem av oss skulle bli antagen först?
Så nu lyckades hon faktiskt före mig. I torsdags fick hon beskedet. Men när hon ringde samma kväll hade någon redan lyckats uppröra henne. Nu gäller det nämligen att skicka en massa papper till högskolan, bland annat ett från sjukförsäkringskassan Barmer GEK som intygar att hon är medlem där.
De påstår emellertid att hon inte har varit med där sedan november 2009. Detta är såklart struntprat i högsta grad, eftersom det är mycket svårt i Tyskland att vara utan sjukförsäkring, mycket svårare än att bli medlem i någon av de hundratals sjukförsäkringarna. Dessutom har min dotter uppsökt sin läkare några gånger de senaste månaderna - utan att få en faktura. Så jag uppmuntrade henne att strida och kämpa för att få detta papper så snart som möjligt.

Dagen därpå, i fredags alltså, ringde jag själv en hel del samtal till småländska Linnéuniversitetet. Tyvärr lyckades jag inte att få tag i de personer som sysslar med internationella bedömningen. Där tycks det vara upptaget dygnet runt. (Man kan ju undra varför...) Så jag ringde till kursledaren igen och klagade: "Nu har jag fått antagningsbesked nummer två - och jag är fortfarande obehörig. Hur ska jag göra?" Han lovade att fixa det hela omgående, och han ringde faktiskt tillbaka bara en timme senare: "Hör på nu. Du är antagen i alla fall oavsett vad jävla antagningen säger. Institutionen antar dig och jag skickar schemat under kommande veckan. Första mötet är den 28 augusti i Kalmar."

Visst blev jag mycket glad, fast inte riktigt helt och hållet. Jag vill ju inte bara bli antagen denna gång utan jag vill även få behörighet att läsa i Sverige, nu - och för alltid! Annars kommer det att strula på samma sätt nästa år när jag söker fortsättningskursen till den som börjar nu. Och det står jag definitivt inte ut med. (Jag har redan börjat drömma konstiga saker om aggressiva utbrott. En kvinna från Air Berlin fick till och med på käften när hon försökte hindra mig från att flyga tillbaka till Göteborg. Sådant brukar jag annars inte alls drömma om och det kan inte vara hälsosamt i längden...) Så då skriver jag alltså överklagandet nummer två - och om det inte hjälper då skriver jag till diskrimineringsombudsmannen och samtidigt till en kille från Göteborgs Posten som redan i höstas ville intervjua mig angående mina åsikter och erfarenheter efter min flyttning till Sverige.



Här är alltså vinnaren i tävlingen "Vem blir antagen först?"
Egentligen ville min dotter ju bli ekologisk vinodlare.

Men sedan kom barnet... Nu blir det ekolantbruk istället

Eigentlich wollte mein Kind Öko-Winzer werden.
Sie hatte den Lehrvertrag schon in der Tasche, als sie
erfuhr, dass da jemand unter ihrem Herzen wächst.
Zum Glück entschied sie sich gegen die Lehrstelle
und für das Kind! Sie ist eine wunderbare Mutter.


Nun sind wir Studenten - doch wir streiten weiter

Ich hatte begonnen, mit meiner Tochter zu wetteifern: Wer von uns beiden wohl zuerst seine Studienzulassung bekommen würde. (Oder vielleicht auch gar keiner von uns... ?) Na jedenfalls, nun ist es entschieden. Das Kind hat gewonnen. (Gut so! :-) Am Donnerstag kam ihr Bescheid: Angenommen! Das freuet uns gar sehr, denn sie hat seit fast zwei Jahren um diesen Studienplatz gerungen. (Ein längeres Vorpraktikum war nötig - und das war nicht ganz einfach zu realisieren in der schönen Stadt Berlin, noch dazu mit einem kleinen Sohn...) Aber nun hat sie das Studium in Sack und Tüten. Will sagen: Fast ganz beinahe. Denn nun geht die Bürokratie erst richtig los. Jede Menge Papiere will die Hochschule in Eberswalde haben, unter anderem auch eine Bescheinigung der Krankenkasse. Kein Problem, denkt das Töchterchen und stiefelt schnurstracks zur Barmer, um sich diesen Schriebs zu holen. Dort wundert man sich gar sehr, denn dort ist man der Meinung, dass mein Kind bereits seit November letzten Jahres nicht mehr in der Barmer versichert ist. Was ist das nun wieder für ein Schwachsinn!?! Gibt es in den Behörden dieser Welt nur noch Idioten? "Lass dich bloß nicht abwimmeln, nicht unterkriegen!", rufe ich meinem Ableger durchs Telefon zu. "Und mach denen ordentlich Dampf!"

Da war ich dann gleich in der richtigen Stimmung, um meine eigene Sache weiter voranzutreiben. Ich hatte eine Durchwahl herausbekommen - selbst das ist nicht einfach - unter der die "Beurteilung von internationalen Zeugnissen" an der småländischen Linnéuniversität zu erreichen ist. Jemand hatte mir empfohlen, mich dorthin zu wenden - aber natürlich erst, wenn die Herrschaften aus dem Urlaub zurück sind. Frühestens am 6. August also.
Und das habe ich dann auch den halben Freitag versucht. (Wir hatten die Waschküche gebucht und ich konnte nicht ununterbrochen am Telefon sitzen...) Anscheinend bin ich aber nicht die einzige, die Probleme mit der Zulassung hat. Es war nämlich den ganzen Tag besetzt.

So schnell wollte ich mich dann aber doch nicht geschlagen geben - und so habe ich noch einmal den Kursleiter angerufen. Er hatte ja gesagt, wenn es Probleme gibt, soll ich mich wieder melden. "Ich habe nun meinen ultimativen Bescheid bekommen, bin aber immer noch nicht zugelassen. Freilich habe ich Widerspruch eingelegt - aber es dauert sicher, bis darauf jemand reagiert. Und das Studienjahr fängt ja nun bald an." Da hat er wieder kräftig geflucht und mir versprochen, dass ich auf jeden Fall teilnehmen kann, egal was die Idioten von der Zulassungsstelle auch sagen. Letzten Endes ist es die Institution vor Ort, die entscheidet.

Ich bin noch ein wenig skeptisch, ob es so einfach ist. Aber ich nehme ihn beim Wort. Schließlich hat er mich auch gleich zum ersten Treffen eingeladen. Das ist am 28. August in Kalmar. Bis dahin werde ich natürlich versuchen, mir trotzdem noch die offizielle Zulassung zu erstreiten. Sonst fängt im nächsten Sommer, wenn ich den Fortsetzungskurs buchen will, das ganze Spiel wieder von vorne an. Und dieses Spiel will ich nur sehr ungern nochmal spielen. Ich träume inzwischen schon merkwürdige Sachen. Einer Frau von Air Berlin, die mich daran hindern wollte, nach Göteborg zurückzufliegen, habe ich eine Ohrfeige gegeben...



"Wir singen. Die Kellner heben die Fäuste.
Avanti Populo und un bicchiere di vino rosso ancora.
Wir sind zuversichtlich!"

Konstantin Wecker



Kommentare:

krakri hat gesagt…

Jetzt musste ich wirklich 2x lesen..konnte mir wirklich nicht vorstellen, dass du jemand ohrfeigst. Aber es war ha zum Glück nur ein Traum. :-)

Herzlichen Glückwunsch zum Studienplatz! Schön, dass es geklappt hat! Dass mit dem Widerspruch wird auch klappen. Man muss hier in Schweden nur den Mund aufmachen, dann geht alles plötzlich. Scheint als ob man hier oft mit Schweigen rechnet...

Keri hat gesagt…

Ja, ich bin freilich Pazifist und haue nur im äußersten Notfall.

Danke für die Glückwünsche und eure nie versiegenden Aufmunterungen! :-)