Sonntag, 25. April 2010

Subbotnik auf dem Meeresgrund


Wenn ihr mich vor gut 10.000 Jahren hier in Göteborg hättet besuchen wollen, dann hättet ihr mit dem U-Boot kommen müssen. Das Eiszeiteis war so schwer, dass es ganz Skandinavien niedergedrückt hatte und am Rand war das Land unter der Meeresoberfläche verschwunden. Seit der großen Schmelze hebt sich das Land nun wieder, wir wohnen nicht mehr auf dem Meeresgrund - und wenn die Landhebung nicht bald aufhört, gibt es irgendwann keinen Bottnischen Meerbusen mehr und Finnland und Schweden sind überall Landnachbarn...

Na jedenfalls, damals, als hier noch Meeresboden war, gab es natürlich auch Meeresmuscheln und Meeresschnecken. An einigen Stellen gab es mehr und an anderen gab es weniger davon. Von den mehr-Stellen sind heute noch Reste übrig - nun ungefähr 50 Meter über dem Meeresspiegel. Man nennt sie skalbankar und der Boden ist dort natürlich sehr kalkhaltig und begünstigt das Wachstum von speziellen, kalkliebenden Pflanzen. Die Naturschutzgruppe in Göteborg hat es sich deshalb vor etlichen Jahren zur Aufgabe gemacht, eine Wiese zu pflegen, die auf so einer Kalkansammlung liegt und auf der im Sommer seltene Pflanzen wachsen. Im Frühling muss diese Wiese abgeharkt werden und es müssen die von den Rändern eindringenden Wildrosen- und Himbeersträucher zurückgeschnitten werden, damit die Wiese nicht damit zuwächst. Ist der Sommer vorbei, wird die Wiese mit der Sense gemäht.

Heute vormittag war also Frühjahrsputz auf Skändla äng. Freiwilliger Arbeitseinsatz - mit anschließendem gemeinsamen Mittagessen. Das hat mir prima gefallen: Ich habe sehr nette Leute getroffen, viel über die Natur gelernt - und richtig was gearbeitet, noch dazu an frischer Luft! Freilich habe ich nun ein bisschen Rückenschmerzen und Blasen an den Händen, aber das macht gar nichts. Ich würde es sofort wieder tun!





Idag var det fagning av Skändla äng, en (v)årlig återkommande aktivitet, organiserad av Naturskyddsföreningen i Göteborg. På östtyska hade vi nog kallat det Subbotnik - eftersom det var frivilligt arbete på en annars arbetsfri helgdag. Något som jag följaktligen är van vid och det var hur lätt som helst att övertala mig. Nu har jag visserligen lite ont i ryggen och några skavsår på händerna, men ängen är fagad - och jag fick vara bland trevliga likasinnade. Vädret var ju fint och till sist blev det till och med god mat på en gammal bondgård.




Beinahe noch heil: Uralte Muschelschalen!


Hier zeige ich euch, was 'ne Harke ist.


Das ist Bo von der Insel Orust. Wir waren ein tolles Team!
Er redet nämlich nicht so viel... Das war sehr angenehm.
Einmal fragte er "Bist du Lehrerin?" - Da war ich verblüfft.


Hier steht ungefähr das, was ich oben auf Deutsch erklärt habe.


Ein Pudel ohne Kern, dafür mit Halskrause.


Kommentare:

krakri hat gesagt…

Subbotnik habe ich seit ewig langer Zeit nicht mehr gehört. :D

Keri hat gesagt…

Ja, manche Wörter muss man ab und zu benutzen, sonst werden sie ganz und gar vergessen.

...

Wann seid ihr denn mal hier an der Westküste?