Mittwoch, 7. April 2010

Große Wäsche - oder: Nie wieder Socken aufhängen!




Heute muss ich euch endlich mal von unserer tvättstuga erzählen. Das ist also etwas sehr schwedisches, oder vielleicht insgesamt nordisches. Wenn man hier im Norden in eine Mietwohnung einzieht oder sich ein Haus kauft, dann kann man immer davon ausgehen, dass die Küche komplett eingerichtet ist, mit Schränken und mindestens einem Herd + Abzug und einem Kühlschrank. Das Wort Einbauküche existiert also nicht, weil die Einrichtung der Küche immer zur Wohnung oder zum Haus dazugehört.

Mietet man eine Wohnung, hat man außerdem Zugang zu einer sogenannten tvättstuga, also einer zentralen Waschküche. In unserem Hof gibt es zwei davon. Es sind mehrere ziemlich große Kellerräume. Dort stehen jeweils zwei moderne Waschmaschinen, die 7 kg Wäsche in knapp einer Stunde waschen und schleudern können sowie ein großer torktumlare, ein Trockner also. Außerdem gibt es einen Trockenraum mit Warmluft, wo man Wäsche aufhängen kann, die nach drei Stunden trocken ist. Wir waschen einmal in der Woche zwei Maschinen: eine beladen wir mit 40-Grad-Wäsche, die andere mit 60-Grad-Wäsche. Wenn die fertig sind, werfe ich den Kleinkram in den Trockner, die größeren Sachen hängen wir im Trockenraum auf. Nach insgesamt nur vier Stunden ist die saubere Wäsche dann schon wieder im Schrank oder im Bügelkorb.

Aus diesem Grund gibt es nur wenige Leute, die sich eine Waschmaschine samt Trockengestell in die eigene Wohnung stellen. In unserer kleinen Zweiraumwohnung gäbe es dafür nicht einmal Platz. Und wenn man umzieht, dann ziehen also in der Regel auch keine Weißwaren oder Küchenmöbel um. Außerdem können junge Paare einfach irgendwo einziehen, ohne sich Geräte anschaffen zu müssen. Das finde ich schon nicht schlecht. Und "der kleine Zwist in der Waschküche" gehört einfach zum schwedischen Leben. Es gibt immer mal einen, der nicht saubermacht oder sich nicht an die gebuchten Zeiten hält. Ich finde die tvättstuga sehr praktisch und das Drumherum irgendwie amüsant.



Die hier haben's echt drauf!


Idag förklarar jag för mina tyska läsare hur det funkar att tvätta i en gemensam tvättstuga. Tvättstugor finns nämligen inte i Tyskland, utan var och en har egen tvättmaskin. Detsamma gäller för övrigt för kylskåp och ofta även för spis och andra köksmöbler.

Att hyra en lägenhet som har Einbauküche (köksmöbler + vitvaror) är ganska dyrt. En tvättmaskin finns i alla fall aldrig, eftersom det inte finns tvättstuga. Och när man flyttar behöver man alltid starka flyttkarlar, eftersom kylskåp, tvättmaskin samt eventuell spis och diskmaskin är tunga...



An Sonn- und Feiertagen darf man keine Wäsche waschen.


In ganz Schweden wird Wäsche mit Hilfe von Warmluft getrocknet.


Dieses "halbelektronische" Buchungssystem kann auch von meiner
Möwe bedient werden. In moderneren Häusern gibt es inzwischen
Touchscreens. Die gehen dann leider nicht mehr für Sehbehinderte...


Kommentare:

Max hat gesagt…

Hier in Berlin kenne ich das nur bei einem Bekannten in Tempelhof mit einem Waschhaus im Hof. Bei ihm ist in der Wohnung nicht mal Platz für eine Waschmaschine, das Waschhaus ist aber schon einige Schritte entfernt. Er nutzt die Waschzeit dann immer gleich zum Einkaufen in der Nähe.

Aber stimmt schon, dass es praktisch ist, wenn die Küche fertig eingerichtet ist, aber es muss ja auch gefallen ;)

Keri hat gesagt…

Nun ja, unsere Küche ist schon sehr einfach. Werdet ihr dann ja sehen. Aber uns reicht es.

Wer es schicker will, kann sich teurere Küchenmöbel einbauen lassen, für extra Geld. Diese Möbel gehören dann jedoch zur Wohnung und können beim Umzug nicht mitgenommen werden.

In Mietwohnungen machen die Leute hier in der Regel aber nicht soviel Gewese, da die Nachfrage nach Mietwohnungen in bestimmten Gegenden sehr groß ist und die Warteschlangen zum Teil recht lang sind. Hier bei uns wohnen vor allem junge Familien und es wird viel umgezogen...