Mitt Leipzig lov och pris!
Här lär man skick, här är i smått Paris.
Det var ungefär för 20.000 år sedan som jag senast besökte staden Leipzig. Dinosaurierna hade nyligen utdött och en del inlandsis fanns kvar. Så kändes det i alla fall när jag nu återvände till staden i lördags efter så många år. Under min studietid i Jena och Weimar hade jag då och då tillbringat en dag på det stora biblioteket - och ännu tidigare när jag var lärling fick jag där någon utmärkelse, lite pengar och ett handslag av DDRs lantbruksminister. Sådant glömmer man ju aldrig.
Mein Leipzig lob ich mir!
Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.
Es ist ungefähr 20.000 Jahre her, seit ich das letzte Mal richtig in Leipzig war. Da waren die Dinos gerade ausgestorben und die Spuren der Eiszeit noch deutlich zu sehen. Als Student habe ich das eine oder andere Mal im Lesesaal der Nationalbibliothek gesessen - es war ja nicht so weit von Jena oder Weimar aus - und noch viel früher hat mir der Landwirtschafts-Minister der DDR dort mal die Hand geschüttelt und eine Medaille angeheftet, weil ich anscheinend ein recht tüchtiger Schweinestallaus-(Min)ister war. Nach der Wende bin ich dort mit dem Zug umgestiegen, habe das neue Shopping Center am Bahnhof bewundert - nein, nicht wirklich - aber in die Innenstadt bin ich bei dieser Gelegenheit nicht gekommen. Als wir nun am Samstag einen richtigen Tagesausflug nach Leipzig gemacht haben, fühlte es sich tatsächlich so an, als kämen meine Erfahrungen mit dieser Stadt aus einem ganz anderen Erdzeitalter.

I lördags var det framför allt Bach som lockade oss dit. Så gick vi upp med tuppen och åkte ångtåg ner med något som heter Schönes-Wochenende-Ticket. Visst hade tåget inget ånglok, men det var utan tvivel ångtåg, till och med tvåvåningsångtåg! Under den långa resan blev vi ganska hungriga - och jag hittade nästan blind till Leipzigs mest legendariska matplats, Auerbachs Keller. Men det gör nog varje före detta student som en gång sjöng frihetsvisor där bland alltför många ölglas.
Nach der Zugfahrt, die mir aus irgendwelchen Gründen wie eine Dampflokreise vorkam, waren wir recht hungrig - und mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit fand ich auf Anhieb Auerbachs Keller. Hier tranken wir schwarzes Bier und aßen schwarzes Wild in dem alten Keller, der sich inzwischen in einen effektiv funktionierenden Restaurantbetrieb verwandelt hatte. Neee, sooo schnell hatte ich wohl noch nie mein Essen auf dem Tisch, das dazu ausgezeichnet schmeckte. Zum Schluss schickte ich die obligatorische "Ich war hier!"-Postkarte an meinen Sohn und dann trollten wir uns. Schließlich war es nicht Goethe, sondern Bach, der uns in diese Stadt gelockt hatte.

Efteråt tog vi oss fram till Thomaskyrkan och hade lite svårt att förbli vakna under hela motettkonserten. Men gamle Bach hedrade vi ändå, genom att slösa bort en hel del pengar i souvenirbutiken Thomas-Shop. Jag köpte mig en Bach-skiva och en Bach-bok och Fru Decibel tog vädret som anledning till att förvärva ett rejält Bach-paraply. "Der ist unkaputtbar!", sa fröken bakom disken - och det nya paraplyet fick dessutom välsignelsen genom att Fru Decibel fick sitta direkt bredvid Thomasprästen under motettkonserten. "Har församligen egentligen sjungit också?", frågade hon mig efter kollekten. Hon hade bara hört prästen som sjöng så högt och hängivet.
Es war nicht so einfach, sich nach der kurzen Nacht und dem guten Essen wachzuhalten, als wir nachher in der Thomaskirche saßen und den Motetten lauschten. Um Bach trotzdem gebührend zu ehren, waren wir vor dem Konzert vorsorglich im Thomas-Shop eingekehrt und hatten dort ein für unsere Verhältnisse erkleckliches Sümmchen gelassen. Ich kaufte mir ein Bachbuch und eine Bachscheibe - und Fru Decibel nahm das Wetter zum Anlass und erstand einen unkaputtbaren Superfiberglas-Bachschirm. So meinte jedenfalls die Dame hinter der Kasse. Während der Motetten hatten wir uns einen Platz direkt neben dem Pfarrer erschlichen, der tolle Schirm steckte also zwischen Fru Decibel und dem frommen Mann - und wurde auf diese Weise gleich geweiht.


Finde die 10 Unterschiede!
Nach dem Kirchgang waren wir ganz durchgefroren und sehnten uns nach einem stickigen Café und einer heißen Schokolade. Kein Problem, wie sich schnell herausstellte, im Elefantenhaus gab es beides: viele Leute und eine große Auswahl heißer Getränke. (Wo ist eigentlich die Krise in Deutschland zu Hause? In Berlin und Leipzig jedenfalls nicht! Die Leute kaufen, schlemmen und vergnügen sich wie gewohnt. In Fußgängerzonen, Restaurants und Opernhäusern ist es jedenfalls voll wie immer.) Nach dieser Stärkung machten wir uns auf den Weg zum Mendelssohn-Haus, denn das wollten wir im 200. Jahr nach Mendelssohns Geburt auf keinen Fall auslassen. Dort bewunderten wir seine Gipshand, eine sehr schöne, wie ich fand, seine Totenmaske aus Gips, weniger schön, und ein paar Locken - was ich immer wieder äußerst merkwürdig finde, also die Locken von einem anzugucken, der schon so lange tot ist. Außerdem erfuhren wir, dass Felix eigentlich ein Hamburger war und dass er uns über sein kompositorisches Schaffen hinaus auch ein größere Sammlung Aquarelle hinterlassen hat. Als ich seine Bilder aus dem Berner Oberland betrachtete, erkannte ich jedenfalls sofort alles wieder!
Zwei weltberühmte Nasenflötenvirtuosen, Fru Decibel und ihre Tochter,spielen Mendelssohns Herbstlied (Aufnahme: New York, Jahr unbekannt)

















































