Montag, 5. Mai 2008

Två gårdar


Två gårdar synte jag på min stråt:

Tomtebolycka och Själagråt.

Den första var målad himmelsblå,

fadd blev färgen att titta på.

Det skrällde av livslust och grammofon

därinnanför; jag gick därifrån

och kom till den andra stugans dörr.
Då föll det mej för att jag stått där förr.

Skyggt bultade jag - Med ett ljus av vax
kom en nattportier och öppnade strax.

Där frågades inte om mantalsort,

om namn och titel och annat stort.

Jag blev visad en bädd och jag somnade tryggt
från allt som är grällt och fult och styggt.

Stärkt vaknade jag till dag och sol

av en gök som gol.

Morgonen tycktes mej underbar,

Min själ så genomskinlig och klar.


Men fuktigt av gråt var mitt örngottsvar.


Nils Ferlin
ur: Från mitt ekorrhjul *), 1957


Vårafton under islossning
Hugo Simberg, 1897, Ateneum


Zwei Höfe - Glücksheim und Seelweinen - liegen am Wegesrand. Der erste ist himmelblau angemalt, aber beim genaueren Hinsehen erscheint die Farbe fade. Und obwohl man aus dem Innern Lebenslust und Grammophonmusik schmettern hört, zieht der Wanderer weiter zum anderen Hof. Als er vor der Tür steht, kommt es ihm vor, als wäre er hier schon einmal gewesen - und er klopft schüchtern an. Sofort kommt ein Nachtportier mit einer Kerze heraus. Keiner fragt nach Herkunft, Namen und Titel, sondern unserem Wanderer wird ein Bett gewiesen, in dem er wohlig einschläft und die Häßlichkeiten und Zwistigkeiten des Tages vergisst. Am Morgen erwacht er vom Kuckucksruf und fühlt sich gestärkt. Der Tagesbeginn erscheint ihm wunderbar und seine Seele ist durchsichtig und klar. Doch dann sieht er, dass sein Kopfkissen nass ist von Tränen...


Es war nach meiner langen Wanderung auf Stångehuvud, als ich - nass und durchgefroren - am Marktplatz von Lysekil ein kleines Lesecafé entdeckte. Eine Buchhandlung also mit einem Café. (Davon sollte es überall welche geben!) Ich stöberte in den Regalen, obwohl ich in Göteborg ja schon allerhand Bücher gekauft hatte. Und da entdeckte ich die Gesammelten Gedichte von Nils Ferlin. Ich bestellte heiße Milch und saß dann zwei Stunden in dem kleinen Lokal, während meine Sachen trockneten und draußen das Wetter besser wurde. Bald war mir wieder ganz warm und wohl zumute, von innen wärmten die Gedichte und der Typ hinter dem Tresen hatte mir zweimal Milch nachgeschenkt, ohne dass es etwas kostete.

*) Auf Schwedisch heißt es "Eichhörnchenrad", und nicht "Hamsterrad".




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