Samstag, 3. Mai 2008

Eine gute Nachricht

Gestern las ich auf einer interessanten Webseite, dass die langjährige Kerstin Ekman-Übersetzerin Hedwig Binder gerade dabei ist, die Essaysammlung "Herrarna i skogen" (wörtlich: Die Herren im Wald) zu übersetzen. Das ist eine gute Nachricht! Denn ich bin mir sicher, dass es ein solches Buch auf Deutsch noch nicht gibt.



"Der Wald ist immer gegenwärtig in den Büchern von Kerstin Ekman. So in der Trilogie Der Wolfspelz und im Roman Skord von Skuleskogen. Wenn sie in der Essaysammlung Die Herren im Wald den Leser in die Kulturlandschaft Wald mitnimmt, dann geschieht dies aus einer breiten kulturhistorischen Perspektive. Ekman brilliert mit ihrem gediegenen Wissen zum Thema, sie bewegt sich sicher auf den verschlungenen Wegen des Waldes und führt den Leser durch hochgewachsene Kiefern-Wandelhallen bis in dichtes, nahezu undurchdringliches Unterholz. Diese Wanderung reicht von klassischer Mythologie und Kulturgeschichte über Ökonomie und Botanik bis zur Waldbewirtschaftung der Gegenwart. Und schließlich ist Kerstin Ekmans Wald vor allem ein Bücherwald - gibt es doch jede Menge Hinweise und Zitate aus literarischen Quellen..." (Mathias Jansson, bokus)




Kerstin Ekman selbst sagt: "In diesem Buch wird man nicht auf einer geraden Linie von Punkt zu Punkt geführt. Die Wege sind verschlungen. Manchmal verlieren sie sich. Unerwartetes taucht auf und durch das Hässliche und Gefährliche, das man lieber auf einem Umweg umgehen würde, muss man schließlich doch hindurch. Wer oft im Wald unterwegs ist, wird das wiedererkennen..."

Und zur aktuellen Naturschutz-Debatte meint sie folgendes: "Ich bin ein wenig misstrauisch denen gegenüber, die den Wald als heilig betrachten und die sagen, dass sie ihre Religion in der Natur haben. Dies ist doch eine Religion ohne Menschen, eine verantwortungslose Religion. Ich selbst spüre ein ungeheure Aufgehobenheit, wenn ich mich im Wald bewege, aber ein sakrales Gefühl ist das nicht. Dafür gibt es dort viel zu viel zu sehen. Wissen und Einsicht auf beiden Seiten, das ist notwendig! Es gibt doch, trotz alledem, auch jene maßvolle und achtsame Waldbewirtschaftung - aber die Debatte um den Wald ist heutzutage so polarisiert. Es hört sich so an, als gäbe es nur den totalen Schutz oder den totalen Raubbau. Wie soll man da zu einem Dialog finden? Der Wald ist doch nicht nur eine Angelegenheit für Spezialisten der Forstwirtschaft und Umweltschützer. Wir brauchen den Wald nicht nur als Ressource oder als ästhetisches Element in der Landschaft, sondern auch, um von ihm ein anderes Tempo zu lernen. ... Das Leben eines Waldes ist viel länger und langsamer als unseres." (SvD)



Wen das Thema interessiert und wer nicht bis zum
Erscheinen der Ekman-Übersetzung warten will,

der kann ja erstmal dieses Buch hier lesen...

(zum Vorwort oder zum Inhaltsverzeichnis)


Tänk, mina kära vänner i den mörka skogen, Kerstin Ekmans bok Herrarna i skogen kommer nu snart att finnas på tyska! Hedwig Binder som oversatt en hel del böcker av henne har varit väldigt duktig - och det gjorde hon tydligen på ett fint ställe. När jag är vuxen då vill jag också vara med på ett sådant läger för översättare! ;-)


Hedwig Binder


* * *

Det var förresten i januari i Helsingfors medan jag strövade genom Akademen då jag stötte på Kerstin Ekman för första gången. Pocketboken "Händelser vid vatten" fångade mig helt och hållet efter bara ett par sidors läsning. (Jag hade till och med lite gräl med min son då som inte tyckte om att jag läste halva natten...)


www.hotagensminne.se


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