Mittwoch, 20. Februar 2008

Les cabanes de La Tremblade

Det odlas ostron i La Tremblade. Den lilla byn vid Seudre-mynningen ligger i mitten av Europas rikaste ostronregion. Här sysn spåren av ostronfiskarna nästan överallt - även på cykelvägarna som lagas till exempel med hjälp av ostronskal. (Det behövs alltså robusta däck!) Jag gillar särskilt "les cabanes" vid hamnen av La Tremblade, små hyddor med ofta färgrikt målade dörrar och fönsterluckor. Min lilla syster tycker också om dem. Men hon har en helt egen blick...


La Tremblade - en passant par le port


In La Tremblade werden Austern angebaut. Der kleine Ort an der Seudre-Mündung liegt im Herzen der ertragreichsten europäischen Austern-Region. Wenn man dort herumradelt, sieht man die Spuren der Austernfischerei überall, denn sogar die Feldwege werden mit Austernschalen ausgebessert. (Man braucht also robuste Reifen!) Besonders gefallen mir jedoch die putzigen kleinen Holzhäuschen im Hafen von La Tremblade. Oft sind deren Türen oder Fensterläden bunt angemalt und ich hab sie immer gern fotografiert. Meine kleine Schwester allerdings hat diese Häuschen nun auf ihre eigene Weise festgehalten...


Hier mündet der Fluss Seudre in den Atlantik.


Die geernteten Austern werden abgeladen.


Bei Ebbe liegen die Boote auf dem Trockenen...


Ausgebesserte Feldwege - Achtung scharfkantig!


Austern - en gros! Telefon: 26


* * *

Was mir beim Radeln im Oderbruch niemals passiert, dort
am Atlantik aber schon: Kleines Rendezvous mit einer Krabbe
(Video - 5,7 MB!)


Kommentare:

krakri hat gesagt…

Ich muss gestehen, dass ich noch nie Austern gegessen habe und ich mich eigentlich etwas davor scheue.

Keri hat gesagt…

Oh, es ist auch etwas sehr Spezielles. Schließlich isst man sie ja lebend. Ich habe es probiert, kann aber nicht behaupten, dass es mich umgehauen hätte. Sie haben einfach nach Meer geschmeckt.

Übrigens: In der asiatischen Küche gart man sie fast immer - und macht auch nicht so ein Gewese drum. Mehr als 80 % aller weltweit gezüchteten Austern werden in China verzehrt.

Mir persönlich ist ein handfester, im Ofen gebackener Fisch jedenfalls allemal lieber. ;-)

krakri hat gesagt…

Ja, ein richtiger Fisch ist schon "handfester". Obwohl ich ja nun auch so langsam Krabben und Krebse für mich entdecke. Letzten Sommer war ich auf meiner ersten Kräftskiva und es war schon peinlich, dass ein 2jähriges Kind besser im Krebseknacken war als ich.. Aber schmecken tun sie schon! :)

Oh, das mit den Austern in China wusste ich nicht.

Keri hat gesagt…

Das mit den chinesischen Austern habe ich auch erst entdeckt, als ich gestern ein bisschen in der Wikipedia rumstöberte. (Durch diese Bloggerei hier habe ich schon jede Menge interessanter Sachen gelernt! :-)

Krebse? Au ja! Als ich noch in Lederhosen an diversen See- und Flussufern herumhockte, da haben wir die immer mit der Hand gefangen. Und dann habe ich jedesmal gestaunt, dass sie so rot wurden, wenn sie ins kochende Wasser geworfen wurden. Aber wie man sie aufmacht, weiß ich inzwischen auch nicht mehr. Hab schon ewig keine "unausgepackten" mehr gegessen...

Doch bei meinem Blogeintrag heute ging es mir eigentlich weniger um die Schalentiere als um diese putzigen Hütten und den Hinweis auf das neue Blog meiner Schwester. Hast du auf den Link geklickt und ihr(e) Bild(er) angesehen?

krakri hat gesagt…

Deine kleinen Videos sind einfach so toll, dass man den Rest überliest.
Aber ich habe mir jetzt den Blog angeschaut und die Bilder sind wirklich schön. "Les miroirs du temps" gefällt mir fast am besten, obwohl die "Cabanes" auch sehr schön sind.In beiden Versionen, sowohl als Bild als auch als Foto! :)

Nudel hat gesagt…

Austern schmecken nicht beim ersten Versuch. Es ist eine gewöhnungsbedürftige Erfahrung, die dann aber schnell süchtig macht. Ja, es schmeckt nach Meer und sehr rustikal, aber mit einem Schluck gut gekühlten Weisswein (Muscadet!)und einem Stück knuspriger Baguette (mit ein bisschen Butter)ist es eine wahre Delikatesse. Man sollte nicht wild darauf herumkauen, sondern sie wirklich "schlürfen" und nur kurz über die Zunge gleiten lassen.
Und zur Information: ausschliesslich lebendige Exemplare konsumieren, leblose verursachen Lebensmittelvergiftungen.....
Wie man das testet? Auf den Rand der geöffnet Austern ein bisschen Zitrone träufeln oder mit der Messerspitze antippen, wenn sie sich leicht zusammenzieht ist es o.k. Frische Austern sind schwerer zu öffnen als ältere. Wie bei Muscheln: bereits offenen wegwerfen!
Und noch eine Frage: Als ihr als Kind zum ersten Mal Käse probiert habt, wie war das..? Gewöhnungsbedürftig..?

Keri hat gesagt…

Ich gönne dir diesen Genuss doch von ganzem Herzen, Schwesterchen! Ihr wohnt ja schließlich an der Quelle und frischer gibt's die Dinger nirgendwo. Hier bei uns, so weit weg vom Meer, da wäre diese Sucht einfach ein bisschen zu kostspielig.

Fährst du immer noch jeden Sonntag zu diesem Fischer, bei dem wir beide mal auf dem Alu-Kahn mitfahren wollten?

Nudel hat gesagt…

Der lustige Austernfischer "Camillo" kommt jeden Sontag mit seinem kleinen Stand vor "Joe's Bar" nach "Les Mathes". Der Bäcker ist gleich um die Ecke und bei Joe kaufen wir die Sonntagszeitung.
Es ist ein typisch französischer Sonntagvormittag: man kauft Baguette und trifft alle möglichen Leute aus dem Dorf un "klönt" bei einem Kaffee oder gar schon einem Glas Bier (ich nicht!) oder Muscadet (ab und zu...).
In diesen Bars (PMU) kann man auch auf Pferde wetten, was wir dann auch ausnahmsweise, mal am Sonntag tun...

Bei deinem nächsten Besuch fahren wir Boot! Versprochen! Der Gockel will auch!

Keri hat gesagt…

Au ja! Das machen wir! :-)