Sonntag, 27. Januar 2008

Voleuse d'âme - Seelendiebin

Am letzten Wochenende war Grand Prix in Pau. (Pau ist die Stadt, von der aus man den schönsten Blick auf die Pyrenäen haben soll. Einen Blick wie eine Symphonie in A-Dur. So schrieb jedenfalls Tucholsky in seinem kleinen Pyrenäenbüchlein...) Der Grand-Prix in Pau am letzten Wochenende war allerdings kein Autorennen, sondern ein Pferderennen. Die Pferde mussten mindestens fünf Jahre alt sein und mehr als fünf Kilometer galoppieren. Dabei sprangen sie auch noch über 20 Hindernisse. So ein Rennen heißt dann "Steeple Chase". Warum weiß ich nicht. Was ich weiß: Alles hat mit viel Geld zu tun, die Rennen sind sehr hart - aber die Franzosen lieben sie. Sie haben im Fernsehen einen eigenen Pferdekanal dafür und es gibt eine Tageszeitung zu diesem Thema.

Meine kleine Schwester Claudia, die seit ihren Kindertagen ein "Pferdemädchen" ist, hatte eine Ausstellung dort in Pau, während die Pferde um die Wette liefen und die Menschen um die Wette wetteten. Nach vielen, vielen Jahren, in denen sie selbst täglich etliche Stunden auf dem Pferderücken verbracht hat, beschäftigt sie sich nun fast ausschließlich mit der Pferdemalerei. Vor allem Porträts sind es, die sie malt. Ausdrucksstarke Pferdeporträts. Und so gab es nach dem Rennwochenende dann auch einen Artikel über sie in dieser Pferdezeitung. Der heißt "Voleuse d'âme" - Seelendiebin. "Ein Porträtmaler ist ein Seelendieb", sagt sie. "Während ich ein Pferdeporträt male, versuche ich nicht, eine Fotografie herzustellen. Ich möchte die Seele des Pferdes zeigen und seine Beziehung zum Reiter."

Und das gelingt ihr oft. In ihrem Blog "Palmyre Equimage" kann man sich davon überzeugen.




Voleuse d'âme - Själstjuv

Under senaste helgen var det Grand Prix i Pau. (Pau är den staden därifrån man lär ha den finaste blick på Pyrenéerna. En blick som en symfoni i A-Dur. Det skrev i alla fall Tucholsky i sin lilla bok "Ein Pyrenäenbuch"...) Men det var inte Grand Prix med bilar utan med hästar där i Pau senast. Hästar som måste vara åtminstone fem år gamla och som måste galoppera mer än fem kilometer. Dessutom hoppade de över tjugo hinder. Det heter "Steeple chase" också. Varför vet jag inte. Vad jag vet: Allt har med mycket pengar att göra, tävlingarna är mycket hårda - men fransmännen älskar dem. De har till och med en egen kanal i teve där det sändes bara informationer om hästtävlingar och så finns det en dagstidning med detta ämne.

Min lilla syster Claudia som är "Pferdemädchen" sedan barndomstiden hade en utställning där i Pau medan hästarna tävlade och människorna satsade pengar på dem. Efter många, många år hon hade ridit själv varje dag i flera timmar sysslar hon numera bara med att måla hästporträtter. Fina hästporträtter tycker jag. Och så fanns det en artikel i denna hästtidning om henne efter helgen. Artikeln heter "Voleuse d'âme" - Själstjuv. "En porträttmålare är en själstjuv", säger min syster. "Medan jag målar en hästporträtt försöker jag inte göra ett foto. Jag vill visa själen av hästen och förhållandet som hästen hade till ryttaren."

Och detta lyckades hon ofta. På
hennes blogg finns det många bilder som visar det.


Kommentare:

Bengt O. hat gesagt…

Vackra bilder, vacker text. Men varför säger man "osjäliga djur"?

Keri hat gesagt…

Hm. Jag vet inte varför "man" säger så. Det är inte jag som säger så i alla fall för även jag hade ju jobbat med djur i några år. Och det var inga "osjäliga djur" heller...

Men kanske skulle vi byta till Bodil för att fortsätta. Hon har idag en diskussion i sin blogg om själva själen.

Nudel hat gesagt…

Danke liebes Schwesterherz für soviel Lob und Aufmerksamkeit!
Leider kann ich die schwedischen Kommentare nicht verstehen, ich hoffe deinen Freunden gefällt es und sie haben Freude daran, dann bin ich glûcklich!

Keri hat gesagt…

Ja, Bengt O. hat geschrieben: "Schöne Bilder, schöner Text".

Deine Bilder sind schon was besonderes. So nah wie du sind sicher nicht viele Künstler der Pferdeseele gekommen. Da muss man schon viele Jahre mit ihnen gearbeitet haben...

Weiter so! :-)

Nudel hat gesagt…

"Steeple Chase": (Kirchturm-Jagd) kommt aus IRLAND und ist der Beginn des Hinderssports. Ihr Vorfahre:"hunting match" hinter Hunden um einen Hirsch oder Fuchs zu hetzen (daher auch "Jagdrennen"). Die Weiterentwicklung: "Steeple-Chase" in Richtung eines sportlichen Wettbewerbs bei dem man querbeet über alle sich in den Weg stellenden Hindernisse springend auf ein vom Start aus zu sehendes Ziel zuritt. Und das war meistens ein Kirchturm.
Die erstebekannte Steeple-Chase trug 1752 ein Mr.O'Callaghan und eun Mr. Blake in IRLAND aus. Die Gentlemen starteten am Gotteshaus von Buttvant und hatten als Ziel die Kirche der Heiligen Maria in Doneraile ausersehen.
Es war noch ein weiter Weg, bis sich dann im darauffolgenden Jahrhundert diese Art von Wettbewerb auf Rennbahnen vorwiegend in England (Cheltenham, Aintree, Liverpool-Bahnen die heute noch existieren) fest etablierte. Zu diesem Zeitpunkt wurden Hindernisrennen auch nach Frankreich "importiert" (1834).
Auch heute noch sind es ENGLISCHE VollbLüter und die meisten Begriffe, Regeln und Traditionen stammen aus England.

Keri hat gesagt…

Merci beaucoup, Madame, für diese ausführliche Erklärung! Das mit den Kirchtürmen gefällt mir. Was heute daraus wurde, allerdings nicht immer.

Aber es ist ja leider bei vielen sportlichen Wettbewerben so, dass eine Art Industriezweig daraus wurde. Mit Managern und wo es um viel Geld geht. Und im Pferderennsport geht es ja oft um viel Geld...

Na, ich wünsche dir, dass du viele Bilder an wirklich echte Pferdeliebhaber verkaufst und nur ein paar - und die aber dann richtig teuer! - an die reichen Hutmadames.

Da fällt mir ein, dass ich sogar einmal beim Pferdewetten 50 DM gewonnen habe. Das war in Karlshorst und mir hatte einfach der Name des Pferdes so gut gefallen: Adlerfeder. ;-)