Samstag, 19. Januar 2008

Lotto och kärleken

I januaridimman vandrar jag sakta på en landsväg. Det är nollgradigt och har just slutat snöa. Under nysnön är det förrädiskt halt. Jag går sakta. Jag ska till ett vägskäl där det finns en kiosk där man kan spela lotto. Som jag har några stående rader jag kan utantill kan jag inte riskera att de går in utan att jag lämnat mina rader.
Chansen att vinna på lotto är inte stor, säger jag till mig själv, men den finns.


Jag hör en bil bakom mig och jag går ut i vägbanan och stoppar den. Det är en röd bil. En dam kör. Hon är ensam.

Hon stannar bilen och vevar försiktigt ner framrutan och frågar vad det är jag vill.

Du får absolut inte köra fortare än jag går, säger jag. Runt kröken härframme står ett par älgar. En stor tjur och så en mindre tjur. Jag törs inte gå förbi dom.

Du vill åka med mig, säger hon. Du vill bara åka med mig.

Inte om du håller den fart du kom med, säger jag. Jag åker med om du försiktigt kryper fram.
Jag tror nog jag gasar på, säger hon. Du har sett i syne.
Jag är alldeles nykter sen flera dagar, säger jag. Men gåsa på om du törs.

Vart är du på väg, säger hon.
Jag ska till kiosken och lämna lottokupongen, säger jag. Jag vaknade i morse och jag tyckte en röst sa fjorton, sexton och tjugotvå. Om den rösten spådde sant så har jag tre givna rätt.

Du hör röster, säger damen, och ser älgar som inte finns. Dig vill jag inte ha i framsätet.

Det var som en änglaröst, säger jag, som viskade fjorton, sexton och tjugotvå. En änglaröst i mitt inre. Det kan vara ett säkert tips och det kan stå två älgar runt kröken.

Jag har visserligen inte hört någon röst, sa damen, men jag har en bestämd känsla av att tjugoåtta, trettiotre och trettiofem går in nu på lördag.

Då har vi alltså sex siffror, säger jag. Nu fattas det bara ett hjälpnummer. Ska vi inte smyga oss förbi älgarna och tippa ihop. Lotta ihop om det låter bättre.

Jag kör runt kröken, säger damen. Om det står två älgar där väntar jag på dig. Annars inte.
Sakta for damen iväg.
Jag gick skyndsamt efter.

Runt kröken har den röda bilen stannat. Jag närmar mig bilen och damen vevar åter ner rutan. Hon säger: Inga älgar.

Hon öppnar bildörren och ber mig kliva in.

Älgarna stack till skogen, säger jag. Det var ju bra. Men lita inte på någonting i denna dimma. Kör stilla och lungt.

Du kanske undrar varför jag stannade, säger hon. Trots att jag anar att du ljög. Om älgarna menar jag. Jag tror inte du ljög om dom tre siffrorna.

Och du ljög inte om dina säkra siffror, säger jag. Vi har redan sex rätt.
Precis så gick det till när jag träffade min nya kärlek och dessutom vann femtonhundrafyrtiotvå kronor. Då kan ni själva räkna ut vad sex rätt gav.
Just det: Tretusenåttiofyra kronor.

Januari -99


ur: Stig Claesson

Liv och kärlek, AB 2005




Lotto und die Liebe

Im Januarnebel gehe ich vorsichtig auf einer Landstraße. Es sind null Grad und es hat gerade aufgehört zu schneien. Unter dem Neuschnee ist es heimtückisch glatt. Ich gehe vorsichtig. Ich will zu einer Weggabelung, wo es einen Kiosk gibt. Dort kann man Lotto spielen. Ich habe ein paar feste Zahlen im Kopf, die ich auswendig kann - und also kann ich es nicht riskieren, dass sie vielleicht gezogen werden und ich habe sie nicht angekreuzt.
Die Chance im Lotto zu gewinnen ist nicht groß, sage ich zu mir selbst, aber es gibt sie.


Ich höre ein Auto hinter mir und gehe hinaus auf die Straße, um es anzuhalten. Es ist ein rotes Auto. Eine Dame fährt. Sie ist allein.

Sie bremst das Auto, kurbelt vorsichtig die Scheibe herunter und fragt, was ich will.

"Sie dürfen absolut nicht schneller fahren als ich gehe", sage ich. "Hinter der Kurve dort vorne stehen ein paar Elche. Einer großer Bulle und ein kleinerer. Ich traue mich nicht, an ihnen vorbeizugehen."

"Sie wollen doch nur bei mir mitfahren", sagt sie. "Nicht wahr, Sie wollen nur mitfahren?"

"Nicht, wenn Sie so schnell weiterfahren, wie Sie gekommen sind", sage ich. "Ich fahre mit, wenn Sie vorsichtig fahren. Im Schneckentempo."

"Ich denke schon, dass ich Gas geben werde", sagt sie. "Sie haben wohl zu tief ins Glas geguckt. Sie sehen Dinge."

"Ich bin seit Tagen total nüchtern", sage ich. "Aber geben Sie doch Gas, wenn Sie sich trauen."
"Wo wollen Sie denn hin?", fragt sie.
"Ich muss zum Kiosk, meinen Lottoschein abgeben", sage ich. "Ich bin heute morgen aufgewacht und eine Stimme schien zu sagen 'vierzehn', 'sechzehn' und 'zweiundzwanzig'. Wenn diese Stimme wirklich wahrsagte, so habe ich schon drei Richtige."

"Sie hören Stimmen", sagte die Dame. "Und Sie sehen Elche, die es nicht gibt. Sie will ich nicht auf dem Beifahrersitz haben."
"Es war wie eine Engelsstimme", sage ich. "Sie wisperte 'vierzehn', 'sechzehn' und 'zweiundzwanzig'. Eine Engelsstimme in meinem Inneren. Das kann ein sicherer Tipp sein. Und es können zwei Elche hinter der Kurve stehen."

"Ich habe sicherlich keine Stimme gehört", sagte die Dame. "Aber ich habe ein bestimmtes Gefühl, dass achtundzwanzig, dreiunddreißig und fünfunddreißig am Samstag gezogen werden."
"Da haben wir schon sechs Zahlen", sage ich. "Da fehlt uns nur noch die Zusatzzahl. Sollen wir uns nicht an den Elchen vorbeischleichen und zusammen tippen? Zusammen Lotto spielen, wenn das besser klingt."

"Ich fahre um die Kurve", sagt die Dame. "Wenn dort zwei Elche stehen, dann warte ich auf Sie. Sonst nicht."

Vorsichtig fuhr die Dame los.
Ich ging eilig hinterdrein.

Hinter der Kurve ist das Auto stehengeblieben.
Ich gehe näher und die Dame kurbelt wieder das Scheibe herunter. Sie sagt: "Keine Elche."

Sie öffnet die Beifahrertür und bittet mich einzusteigen.
"Die Elche sind in den Wald abgehauen", sage ich. "Das ist ja prima. Aber verlassen Sie sich auf nichts in diesem Nebel. Fahren Sie nur langsam und vorsichtig."

"Sie möchten wohl wissen, warum ich angehalten habe", sagt sie. "Obwohl ich ahnte, dass Sie nur flunkern. Wegen der Elche, meine ich. Aber ich glaube, Sie haben nicht geflunkert, was die drei Zahlen angeht."
"Und Sie haben Ihre drei sicheren Zahlen. Auch nicht geflunkert", sage ich. "Da haben wir schon sechs Richtige."
Genau so ging es zu, als ich meine neue Liebe traf und außerdem fünfzehnhundertzweiundvierzig Kronen gewann. Da könnt ihr selbst ausrechnen, was sechs Richtige gaben.
Jawohl! Dreitausendvierundachtzig Kronen.

Januar -99


Aus: Stig Claesson,
Liv och kärlek, 2005

(Leben und Liebe)


Kommentare:

Bodil Z hat gesagt…

Wer hat die Übersetzung gemacht?

Keri hat gesagt…

Die hab ich gemacht. Ich liebe Slas' Art zu schreiben. Und er ist schließlich daran schuld, dass ich mit Schwedisch angefangen habe. Er mit seinem Nöck aus dem Norrström...

Und so kriegt er zur Strafe jeden Monat von mir eine Übersetzung! So. grins

Bodil Z hat gesagt…

Hast du das ganze Buch übersetzt?

Keri hat gesagt…

Neee. Ab und zu mache ich eine Geschichte. Im Herbst war es die hier. Und eine Sommergeschichte habe ich noch irgendwo auf meinem Rechner. Eine lustige, mit einem deutschen Lederhosenmann. Aber die kommt dann erst im Sommer...