Donnerstag, 9. Juli 2009

Grand Prix Eurovision - Aufsteiger der Woche


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Fremdsprache zu lernen. Eine, die am häufigsten angewendet wird, ist wohl zugleich die uneffektivste: der Unterricht in der Schule. Nun, wo der Computer Einzug in fast alle Haushalte genommen hat, sind viele neue Möglichkeiten dazugekommen. Ich habe Schwedisch per eMail gelernt, von der Pike auf, unterstützt durch die CD-ROM "Schwedisch Aktiv". Meine Fortgeschrittenen-Lektionen erhielt ich dann per Telefon, mit Hilfe meiner nordischen Lieblingsautoren und durch das regelmäßige Lesen befreundeter Blogs. Die paar Wochen auf der VHS waren auch ganz lustig, aber nicht besonders ertragreich.

Nun probiere ich eine weitere Möglichkeit, meine Sprachkenntnisse zu verbessern: Online-Spiele. Eines, das mir ganz gut gefällt, ist Travian. Das erinnert mich ziemlich an Die Siedler von Catan. Ich bin da nämlich ein kleiner, listiger Gallier, der sein Dorf aufbaut mit Hilfe von Rohstoff-Feldern, der friedlich Handel treibt - sowie ab und zu auch ein bisschen bei anderen plündern geht. Aber das ist legitim, lustig und gehört zum Spiel. Um gut vorwärts zu kommen, muss man mit anderen zusammenarbeiten.

Was das alles mit dem Sprachenlernen zu tun hat? Nun, ich habe mich natürlich auf einem schwedischen Server angemeldet! Und um der Sache noch eins drauf zu geben - Stillstand ist schließlich tödlich - gehöre ich jetzt auch noch in Norwegen zu den "Aufsteigern der Woche"! :-)




Det finns olika möjligheter att lära sig ett främmande språk. Den som används oftast är nog inte alltid den mest framgångsrika: undervisningen i skolan. Tycker jag. Just nu håller jag på att testa ett nytt alternativ. Jag spelar Travian på nätet. På svenska och på norska. Det är mycket bildande och jätteroligt! :-)



Dienstag, 30. Juni 2009

Moskauer Eis, Pommes und lustige Tiere


Wenn es draußen so warm ist, sitze ich nicht so gern vor der Kiste hier. Außerdem wird es nun langsam ernst mit meinem Umzug in den Norden.
Und da möchte noch sooo viel erledigt und sortiert werden. Will sagen:
Ich mach mal Pause! Aber keine Sorge: Ick komm' ja wieda!


* * *

Bloggpaus på grund av sommarhetta och olika ute-aktiviteter!

* * *

Hier aber noch ein paar Bilder vom Oma-Tach letzten Samstach:


Was ist denn das für'n komischer Vogel?


Wenn die hier blöken, lach ich mich kaputt!


Gänsesprache kann ich jetzt auch!


"Mama, ich trau mich da nicht rein!" - "Aber guck mal, Annedore,
der Junge da traut sich doch auch. Und der ist noch viel kleiner als du."
"Ja klar, traut er sich, das ist ja auch ein JUNGE!"


Ohne Wasser, merkt euch das, wär' unsre Welt...


Oma, hast du Wechselsachen mit? - Freilich, mein Kind.


Aber nicht Mama erzählen, dass wir Pommes gegessen haben!
Hihi!

Dienstag, 23. Juni 2009

Bücher freilassen


Freilich habe ich gern alle meine Lieblingsbücher zu Hause im Regal. Aber dann gibt es ja auch noch jede Menge anderer Bücher: solche, die man ganz gewiss nur einmal liest. Und dann nie wieder. Krimis zum Beispiel. Oder Leseexemplare, die man zugesteckt bekommt, die dann aber doch nicht zum Weltkulturerbe gehören, wie man nach ein paar Seiten feststellt. Kurz und gut: Hin und wieder quellen meine Regale über - und dann lasse ich Bücher frei.

Das geht auf ganz unterschiedliche Weise: In der Frankfurter Allee gibt es zum Beispiel ein Büchercafé, das sich immer sehr über Spenden freut. Außerdem habe ich auf meiner Arbeit ein Regal für freigelassene Bücher aufstellen lassen. Das ist vor allem für unsere jugendlichen Lehrlinge. Die sollen sich einfach Bücher mitnehmen - und sie hoffentlich zu Hause dann auch lesen. Inzwischen hat sich das Ganze unter den Kollegen und unseren erwachsenen Teilnehmern herumgesprochen. Und auch sie haben nun begonnen, dort Bücher freizulassen.

Heute ist mir auf diesem Wege mein absolutes Lieblingsbuch ganz unerwartet wieder zugelaufen. Das hatte ich vor gut zwei Jahren verborgt, und zwar an die Tochter von Günter Eich und Ilse Aichinger. Aber dieses war leider in einem meiner früheren Leben, und nun gab es einfach keine Gelegenheit mehr, das Buch wieder zurückzubekommen. Heute hat es jemand in das Regal der freigelassenen Bücher gestellt. Als ich es entdeckte, war ich total von den Socken. "Da bist du ja endlich wieder!", habe ich gedacht. "Hast dich so lange rumgetrieben. Aber nun gebe ich dich wirklich nicht mehr her!"



Böcker som ska släppas lös

Visst vill jag behålla alla mina favoritböcker. Men utöver dem finns det ju andra sorters böcker också: sådana man läser verkligen bara en enda gång. Deckare till exempel. Eller gratisex som inte är värda att spara, eftersom de ter sig inte som väldskulturarv efter bara några sidors läsning. Nå, kort och gott: När det blir trångt i mina hyllor, då brukar jag släppa lös böcker. Göra kan man det på olika sätt. På Frankfurter Allee finns till exempel ett ställe som heter Café Tasso. Där lämnar jag böcker då och då. Sedan installerade jag på jobbet en hylla för lössläppta böcker. De ska läsas framför allt av våra ungdomar, hoppas jag. Under tiden har till och med andra kolleger börjat med att ställa böcker dit.

Så blev det ett litet bibliotek där på jobbet - och idag hände något märkligt. Jag hittade en bok, min absolut favoritbok alltså, som jag för några år sedan hade lånat ut till en kvinna. Att boken aldrig skulle komma tillbaka till mig samma väg, det blev jag medveten om så småningom, eftersom kvinnan - dottern till Günter Eich och Ilse Aichinger - försvann lika snabbt ur mitt liv som hon hade dökt upp någon gång. Jag träffade henne i ett av mina tidigare liv så att säga. Men idag fick jag min favoritbok tillbaka. Den stod där i hyllan som om den hade väntat på mig sedan länge. Oj, vilket förträffligt återseende! Vad glad jag blev!





Umsonst und draußen




Am Sonntag stand im Kalender "Sommeranfang". Und also war es wieder mal soweit: In Berlin gab es auf mehr als hundert Bühnen Musik - umsonst und zum großen Teil draußen. Dieses Musikfest feierte man in Berlin nun schon zum 15. Mal, ursprünglich kommt es aber aus Frankreich, und deshalb hat es auch einen französischen Namen: Fête de la Musique. Für meine Kinder ist es jedes Jahr ein Muss, und ich selbst wollte dieses Mal auch hingehen. Herausgesucht hatte ich mir ein Konzert mit den Jungs von Element of Crime - schließlich mag ich den Sven Regener so gern, seiner melancholischen Stimme und den ebenso wehmütigen Texten wegen.

Aber dann kam es doch mal wieder anders. Die Kids wollten nämlich mit dem Lütten ans Spreeufer in eine Reggae-Strandbar, gleich gegenüber dem Ostbahnhof, also quasi bei uns vor der Haustür. YAAM heißt das urige Fleckchen, alles ist sehr bunt dort, auch die Menschen, wobei die Farben Grün, Rot und Gelb eindeutig vorherrschen. Am besten finde ich ja die selbstgehäkelten Mützen, die sich man unabhängig von der Jahreszeit über die Rastalocken zu stülpen pflegt - ja, auch im Sommer, der nun also offiziell angefangen hat.





Gratis och ute

Enligt kalendern började sommaren i förrgår - och det har sedan knappt 30 år varit anledningen till en musikfest som folk brukar fira nästan jorden runt: Fête de la Musique. (Kanske inte i Norden, eftersom där brukar man ju fira Midsommar så här års...) Jag hade tänkt mig att lyssna på de gamla gubbar som hör till Element of Crime - för jag tycker ganska mycket om Sven Regener och hans melankoliska sätt att sjunga - men det blev inte av. Istället hamnade jag med barnen och barnbarnet på sandstranden som finns mitt emot Ostbahnhof, alltså bara ett stenkast ifrån huset där vi bor. Stället heter YAAM och är en mötesplats för de som har roliga rastalockar och hemmastickade röd-grön-gula mössor på sig. Det gör de även på sommaren, vilken som sagt officiellt började i söndags.











Donnerstag, 18. Juni 2009

Mutterglück


Jetzt bin ich also das Muttertier eines weiteren Abituristen. Heute gab
es die Ergebnisse der Prüfungen und das Resultat ist - wenn man es der aufgewendeten Arbeit gegenüberstellt - richtig goldig: Zweikommaacht!
Dass der Sohn im Musik-Leistungskurs 'ne Zwei schreibt, damit hatte ich ja gerechnet, doch dass er in der mündlichen Matheprüfung das gleiche Ergebnis fabriziert, das ist enorm und unglaublich. (Aber hat nicht der gute Einstein auch Geige gespielt? ;-) Hach, wat bin ick stolz!!! Nächste Woche ist dann der Abiball. Aber da gehen wir nicht hin. Kati ist damals auch nicht hingegangen. Nee, sowas is nüscht für uns.



A B I 2009!

Att ta studentexamen här i Tyskland har blivit svårare med åren. När jag var ung, då gick det ganska lätt, tyckte jag. Nu skriver man inte bara i tre ämnen och har muntan i minst ett ämne, nu måste man bevisa sina kunskaper i ett kombinerat arbete, muntligt eller skriftligt. Sonen valde en kombination av musik och psykologi - och höll föredrag om hur en tidig skolning inom musik påverkar det som man idag kallar för barnens socialkompetens. (Det är ju en av mina käpphästar också! ;-) Nå, i alla fall, han lyckades bra med allt och nådde ett resultat som mamman är stolt över. Resultaten offentliggjordes idag och ni får gissa hur jag fick veta dem.

PS: I Tyskland går det inte att förbättra resultatet i efterhand genom att fortsätta vara (eller börja bli) flitig på någon vuxenskola. Man måste vara ivrig redan under den vanliga skolgången. Och det kan ju vara rätt svårt för ungdomarna...





In den Serail entführt!




Glyx-Woche: Im Lotto gewonnen, Geld auf der Straße gefunden, mit 100 % durch den Gesundheits-TÜV gekommen (Ha! Von wegen Abwrackprämie!) - und dann noch spontan in den Serail entführt worden. Erst war ich ja ein bisschen skeptisch, denn mein Kollege, der mir die Karte überlassen wollte, ist im Förderverein der Komischen Oper. "Der Serail in der Komischen Oper? Neee, lieber nicht. Da springen sie doch schon in der Ouvertüre nackt über die Bühne und paaren sich. Und ein gutes Ende nimmts auch nicht. Nee, das ist mir ein bisschen zuviel Sex and Crime für den armen Mozart..." - Aber es war ja gar nicht die Komische, sondern die Staatsoper. Ja, freilich, da hab ich mich gern verführen lassen!


Immer wieder lustig: Der Haremswächter, eine Bassrolle!


Es war ausverkauft - und es waren überdurchschnittlich viele junge Zuhörer da. Also auch eine ganze Menge Kinder. Aber für die war diese Inszenierung nicht gerade ein guter Einstieg in die Opernwelt. Schließlich gab es keine Pause und auf der Bühne nix zu sehen! In Zahlen: gar nix. Keine Kulisse, keine bunten Kostüme, nix lustiger Harem, kein schillernder Orient. Oooch, wie schade, wie schade. Ist denen etwa das Magazin abgebrannt - oder hat der Blinden- und Sehschwachenverband diese Inszenierung in Auftrag gegeben? Dann hätte ich sie aber ins Planetarium verlegt: Hörspielkino unterm Sternenhimmel. Gewiss, die Musik war wunderschön und die Sängerinnen und Sänger sangen ganz fantastisch! Glyx-Woche eben.


Bassa Selim braucht nichts singen, der redet nur.

Enleveringen till seraljen


Igår förfördes jag av en kollega till seraljen. Det var helt oväntat och en stor överraskning. (Jag kommer nog inte att sakna det där jobbet, däremot medarbetarna mycket!) Träffades vi alltså strax över sju framför Staatsoperas finingång. Där var det gott om folk och till min stora förvåning även många finklädda unga människor, till och med en hel del barn. Men inscensättningen var dock inte alls så som man tänker sig orientens färgrika villervalla. Inga kulisser alls och kostymerna... nå ja. Det var skada, framför allt för barnens skull. De hade nog lite långtråkigt, eftersom en paus fanns inte heller. Men musiken var förstås yppig och alla sångare sjöng ju helt fantastiskt!


Die Blonde.



Eine meiner Lieblingsarien. :-)

Dienstag, 16. Juni 2009

Seifenblasen machen


video

Der Lütte spielt sehr gern im Regenwald hinter unserem Haus. Das gefällt ihm oft sogar noch besser als das Gewusel auf den überfüllten Spielplätzen hier im Friedrichshain. (Wo kommen plötzlich nur die vielen, vielen Zwerge her?!? Im Internet lese ich, dass die Geburtenrate in den letzten Jahren von 1,33 auf 1,37 gestiegen ist. Damit liegt Deutschland allerdings noch immer unter dem Durchschnitt in Europa...) Na, jedenfalls, gestern hatte ich mal wieder die Kamera mit - unter anderem als Beweis, dass nur Frauen echtes Multitasking können: Mit einer Hand filmen und mit der anderen Seifenblasen machen!




Lillen leker gärna i regnskogen bakom huset där vi bor. Där finns för tillfället inga andra barn, bara grönska, fåglar och katter, medan lekplatserna utanför gårdarna brukar vara överfulla. (I Tyskland har antalet barn per kvinna ökat från 1,33 till 1,37 på senaste åren. Det är dock fortfarande mindre än genomsnittet i Europa...)