Freitag, 17. Mai 2013

Mein schönstes Ferienerlebnis


"Mama wird Augen machen, wenn sie hört, was wir alles erlebt haben!" Der das sagt, ist klein und groß zugleich. Ein kleiner Junge und ein großer Waldwanderer, Träger der nur selten vergebenen Medaille "Retter von mindestens einhundert Mistkäfern", Schlangen-Entdecker und Blutegel-Betrachter, Spaghetti-Vertilger à la Raupe Nimmersatt und ungefähr genauso pyroman wie seine Muttermutter.

Am Himmelfahrt-Wochenende haben wir es also endlich einmal wahr gemacht: Ich habe meinen Sohn und den Tochtersohn geschnappt und bin mit ihnen allein in die weite Welt hinein... Na ja, ganz so weit war es nicht, ungefähr ein halbes Hundert Kilometer östlich von Berlin, aber immerhin. Wir haben in einer Jugendherberge mit Ostalgie-Flair gewohnt und sind zweieinhalb Tage durch die wunderschöne Märkische Schweiz gestreift. Dass mein Sohn dabei war, hat das Ganze absolut perfekt gemacht. So hatte der Lütte immer einen großen Bruder zum Herumtollen und Abenteurern und außerdem die pyromane und Chlorophyll-besessene Oma mit der Eiszeit-Macke. Besser konnte er es gar nicht treffen, hihi. Nicht ein einziges Mal hat er an diesem langen Wochenende geweint. Und das will schon was heißen bei einem gerade mal Fünfjährigen mit Hummeln im Hintern und einer noch unverdorbenen kindlichen Phantasie im Kopf. Jawoll, das werden wir auf jeden Fall wieder machen!






Visst har våren redan kommit längre därnere i Tyskland, fast jag blev ju ändå ganska överväldigad när jag fick syn på sååå mycket grönska efter denna långa vinter med bara kala träd... Vi tillbringade ett par dagar i ett vackert landskap öster om Berlin, min son, mitt barnbarn och jag. Vädret var fint och så kunde vi vara ute hela dagarna. Något som vi alla tycker mycket om.















* * *


Außerdem ist Spargelzeit in Deutschland... Hhhhmmm!




Nun ja, mal sehen, wie viel davon noch übrig ist, 
wenn ich das nächste Mal nach Eberswalde komme...



Freitag, 10. Mai 2013

Herrentach an der Spree


Ich gehe mal davon aus, es ist der Tag mit dem höchsten Bierkonsum im Jahr. Außerdem mit der höchsten Anzahl von eingesammelten Schnapsleichen... Da sie schon am Vormittag anfangen zu bechern, ist bereits am frühen Abend Schluss mit lustig. Gestern war ich wieder mal dabei - freilich nur als Zuschauer!





Kristi Himmelfärdsdagen är samtidigt Fars dag i Tyskland och det finns en inbiten tradition för herrarna att ge sig ut på egen hand, helt utan kvinnor, men med mycket öl istället. Fordonen varierar. Det kan vara hästvagn eller cykel eller båt eller bara till fots. Och eftersom man börjar tidigt på förmiddagen är det redan slut långt innan solen går ner, för då är de flesta så fulla att de inte kan fortsätta supa, för att inte tala om att cykla eller gå... Igår fick jag vara publik vid olika tillfällen och så tog jag lite bilder.


Donnerstag, 9. Mai 2013

Schornstein mit Rock


Mein Enkelsohn ist nicht besonders angetan vom Krieg spielen, und er ist ziemlich entsetzt, wenn andere Kinder Käfer totmachen. Ja, selbst Pippi Langstrumpf findet er ganz schön brutal. Was er allerdings prima findet, ist, wenn etwas in die Luft gesprengt wird. In einem Bergwerk oder wie zum Beispiel gestern direkt hier vor unserem Fenster. Gestern durfte er in der Kita Mittagskind sein und dann haben sie Punkt 14:00 Uhr den Schornstein der alten Brauerei hier in Eberswalde in die Luft gesprengt. Das war freilich total aufregend!


 Die Feuerwehr war natürlich da!

 
 UND die Polizei, und einer hatte sogar eine STOP-Kelle!


Was? Aber doch nicht nass machen! 
Es soll doch richtig schön stauben!


 Große Dinge für einen kleinen Jungen!



video

Und dann hat es aber doch ordentlich gestaubt!



Mitt barnbarn gillar inte att leka krig och han tycker till och med att Pippi ibland är lite för våldsam. Det som han tycker om är däremot när det sprängs något i luften, i en gruva till exempel eller som igår direkt utanför huset där han bor. Vi hämtade honom från förskolan redan efter lunch och sedan blev det event när skorstenen sprängdes som hör till det gamla bryggeriet här i Eberswalde. Wow, vad det small och vad det dammade!



Was sonst noch passierte?

Es ist auf einmal Sommer.











Montag, 6. Mai 2013

Schon Mai!


Nun ist es schon Mai, ein Drittel des Jahres ist also schon wieder um. Das kann ich kaum fassen, wo wir doch irgendwie gestern erst Nicht-Silvester gefeiert haben. Andererseits ist auch so vieles passiert in diesen vier Monaten. Berlin, Reykjavík, Åre... Und meine Männer, die schwächelten. Ausgekugelte Arme, verpflasterte Schädel, Fieberthermometer und schließlich sogar Blaulicht.

Herr Möwe hat sich beinahe ganz erholt von seinem Schlag. Beim Spazierengehen hat er noch einen leichten Linksdrall und beim Tastaturschreiben macht er etwas mehr Fehler mit der linken Hand. Aber das sind Kleinigkeiten, verglichen mit dem großen Schrecken, den er uns allen eingejagt hatte. Am ersten Mai sind wir die Große Seepromenade in Floda gewandert, und seine Kondition und sein Stimmung erscheinen mir sogar besser als noch im Winter. Da war er oft niedergeschlagen und hatte keine Lust, länger draußen herumzuspazieren.

Die lange schneelose Kälte hat gemacht, dass in unseren schönen Wäldern die Blaubeersträucher alle erfroren sind. Nur dort, wo genügend Schnee gelegen hat, wird man im Sommer welche pflücken können. Ich hatte zuerst gedacht, sie sind vertrocknet, weil es hier irgendwie kaum noch regnet. Es ist immer nur ziemlich windig, und der Waldengel flucht, weil er letztes Wochenende an einem Kurs in Makrofotografie teilgenommen hat und weil der ständige Wind macht, dass die winzigen Hattifnatten selten stille stehen.

Die Sonne geht nun erst nach neune unter und ich bin fast jeden Tag lange draußen. Ich fahre viel Fahrrad, (be)suche mehr oder weniger seltene Pflanzen, die nun endlich alle so langsam wieder ans Tageslicht kommen. Dabei habe ich unter anderem ganz zufällig Deutschlands Moos des Jahres 2013 entdeckt. Und freilich wandern wir und heben für gewöhnlich den einen oder anderen Schatz. Und jetzt am Wochenende haben wir endlich mal wieder im Wald übernachtet. Ach, das war schön!






Solen går ner senare och senare och då är jag ute mycket. Carpe diem! Vi fångar dagarna och vi fångar ljuset, vi kryper omkring i mossan, i mossan som ofta inte är blöt. Här hos oss har det varit en märkligt torr vinter och nu är det en märkligt torr vår. Istället blåser det fint och de små, som ska föreställa våra fotomotiv, de står inte stilla. Blåbärsriset har frusit ihjäl säger Naturmorgon. Var ska jag plocka blåbär i år undrar jag då.

Imorgon flyger jag i alla fall till lummigare trakter. De stora lönnträden utanför fönstret i mitt före detta rum i Berlin-Friedrichshain är redan fulla med ljusgröna löv berättar min son. Och barnbarnet räknar redan dagarna. Han ska på utflykt tillsammans med sin Schweden-Oma över himmelfärdshelgen. Det är praktiskt att ha både en Schweden-Oma och en Bayern-Oma, tycker han.







Ner i mossan!



Zeltplatz mit Adrenalinkick.



Tumlehed-Triathlon 2013



Freitag, 26. April 2013

Tiere in der Stadt


In unserer Stadt wird gerade die Wissenschaft ein bisschen unter die Leute gelassen, und also bin ich gestern Nachmittag hingegangen, um sie auch mal zu treffen. Im Naturkundemuseum gab es zwei interessante Vorträge. In dem einen ging es darum, wie viel Singvögel singen lernen müssen oder ob alle Melodien schon angeboren sind. Auf einen Nenner gebracht ist es ungefähr so, dass das Gekrächze der weniger tüchtigen Sänger in großem Umfange angeboren ist, während die tüchtigen Sänger tüchtig üben müssen. Dabei orientieren sie sich an den Eltern oder auch an den Nachbarn, wenn diese besser sind als die Eltern. Außerdem haben gewisse Singvogeldamen ausgeklügelte Strategien des Fremdgehens entwickelt, was auch allerhand mit der Tüchtigkeit der singenden Männchen zu tun hat... Ja ja, naturalia non sunt turpia.


 Pulsatilla vulgaris - im Botanischen Garten


Die Luft im Vortragssaal des Museums war entsetzlich stickig, also bin ich danach noch ein bisschen in die weite Welt hinaus geradelt. Ein paar freundliche künstliche Himmelskörper haben mir den Weg gewiesen zu einer geheimen Stelle, an der es seltene Pflanzen geben soll. Die Stelle war dann wohl aber so geheim, dass nicht mal die Pflanzen davon wussten. Ich habe jedenfalls keine entdeckt. Oder sie hatten noch nicht ausgeschlafen nach dem langen Winter... Im Botanischen Garten habe ich sie aber schon gesehen! Aber wie es so ist: Sucht man nach etwas mit Absicht, so findet man es nicht. Und ist man gar nicht auf der Suche, da begegnen einem plötzlich Dinge oder Lebewesen... oder Menschen... Getroffen habe ich dann gestern also keine seltenen Kuhschellen, dafür aber die folgenden reizenden Gesellen. Allesamt im Stadtgebiet von Göteborg!



 Der schmucke Herr Fasan,
leider nicht eitel genug für die Kamera.



Ein ganz neugeborenes Highland-Cattle-Kalb. 
"Mama Muh, ich bin auf der falschen Seite!"



 "Alles wird gut, mein kleines Dummerchen..."






Meister Lampe mit Gattin.
Frühlingsgefühle im Industriegebiet?


* * *


I fredags gick jag förbi Välens fågeltorn. Då fanns det kvar, fast då hade jag inte tid att gå upp för att kolla fågelvärlden i viken. Igår hade jag tid, men nu fanns inte fågeltornet kvar! Alltså: Bäst man tar vara på tillfället, så länge saker och ting finns.





Mittwoch, 24. April 2013

Nachtschattengewächse




Den grünen Daumen meiner Mutter habe ich definitiv nicht geerbt. Und also wächst auf unserem Fensterbrett in der Küche nur eine geduldige Dickblattpflanze und ein Büschel Rosmarin, an dem ich gerne herumschnippele. (Hhmm, ich liebe Rosmarin!) Diese beiden grünen Freunde sind nicht sehr anspruchsvoll und halten auch mal eine Woche Dürre aus, wenn wir verreisen und der lange Möwenjunge nur einmal in der Woche vorbeischaut wegen der Post.

Im Moment ist es allerdings auf dem Fensterbrett ein bisschen grüner geworden als gewöhnlich, aber nur ein ganz kleines bisschen. Wir sollen nämlich für unseren Kurs mit Pflanzen herumexperimentieren. Dafür haben wir Maiskörner und Sonnenblumenkerne von unserer Kursleiterin bekommen. Die haben wir ausgesät, die eine Hälfte auf dem Fensterbrett, die andere Hälfte irgendwo in der totalen Dunkelheit, um dann zu vergleichen, wie sie sich die beiden Versuchsgruppen entwickeln. Dass die Pflänzlein in der Dunkelheit überhaupt wachsen, hat mich überrascht, da sie ja kein bisschen fotosynthetisieren können. Aber dass sie so sehr wachsen, das war wirklich verblüffend! Hier kommen ein paar Bilder von diesem Experiment.







Här kommer några bilder från Keris Odlingslabb. Uppdraget var att odla majs och solrosplantor i ljus och totalt mörker - för att jämföra hur annorlunda de utvecklas. Intressant, eller?



Solros - efter en vecka på fönsterbrädan.



Solros - efter en vecka helt utan ljus i garderoben.



Solrosplantorna - med uppgrävda rötter.



Majs - efter 10 dagar på fönsterbrädan.



Majs - efter 10 dagar i garderoben.



Majsplantorna - med uppgrävda rötter.



Dienstag, 23. April 2013

Hassel utan Hasselblad


Der Meister hatte mich inspiriert, es doch noch einmal mit den Haselsträuchern zu versuchen, und zwar diesmal draußen und nicht zu Hause in der Blumenvase. Vor allem der hauchdünne Spinnefaden auf seinem Bild hatte es mir angetan. Nach der Arbeit bin ich also in den Rya Skog geradelt, Göteborgs verrücktesten Wald, mitten eingeklemmt zwischen dem Ölhafen, dem Abwasserwerk und der Erdölverarbeitung. Aber den Haselsträuchlein dort geht es offensichtlich gut.





Rya Skog ligger inklämd mellan raffinaderiet, reningsverket och oljehamnen. Det är bullrigt där och det luktar inte gott. Trots det finns det en hel del fina arter och nu om våren blir det heltäckande mattor av vitsippa och svalört. I går kollade jag läget, fast golvläggaren har tydligen ännu inte jobbat färdigt. Så jag ägnade mig lite åt de vackra hasselbuskarna, för de kommer snart att vara överblommade.